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Landschaftsfotografie, 8 Tipps für bessere Bilder!

Landschaftsfotografie, 8 Tipps für bessere Bilder!

Landschaftsfotografie, 8 Tipps für bessere Bilder! Über die Jahre hinweg hat sich die Landschaftsfotografie zu meiner Leidenschaft entwickelt. Aus anfänglich beiläufig und zufällig fotografierten Bildern sind bei mir mittlerweile überlegte und gestaltete Aufnahmen geworden. Nach und nach habe ich viele Ratschläge verinnerlicht und auch meine Fototechnik entsprechend auf diese Motive ausgerichtet. Natürlich ist der Lernprozess mitunter schon ziemlich frustrierend. Viele auch noch so gut gemeinte Tipps kann man ohne die entsprechende Technik absolut nicht umsetzen.

Mit einem Standard Zoom Objektiv wie z.B. das AF-S NIKKOR 24–85 mm 1:3,5–4,5G ED VR* kann man natürlich tolle Bilder machen. Den Bildeindruck einer extrem weiten Landschaft kann man damit so aber nicht einfangen! Zu meiner Aurüstung, welche ich für die Landschaftsfotografie selbst benutze oder empfehle, habe ich hier einen Artikel geschrieben.

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Landschaftsfotografie, 8 Tipps für ansprechendere Bilder!

1. Die Uhrzeit macht’s !

Eine Landschaft in der prallen Mittagssonne ist meist langweilig, flach und emotionslos. Die beste Zeit, eine Landschaft zu fotografieren, ist deshalb der Moment, in dem das Licht wechselt. Also wenn die Nacht zum Tag wird, oder wenn die Sonne langsam untergeht. Auch Gegenlichtaufnahmen haben in der Landschaftsfotografie ihren Reiz!

Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen und auch einen Zeitpuffer einzuplanen. Blaue Stunde = ca. 40 min vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang. In der Blauen Stunde erscheint der Himmel in einem sehr schönen blauen Farbton. Die Landschaft ist trotz untergegangener Sonne noch gut zu erkennen. Goldene Stunde = die Stunde nach dem Sonnenaufgang und vor dem Sonnenuntergang.

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Zur Goldenen Stunde steht die Sonne sehr tief, die Landschaft wird dann in einen sehr warmen, roten Farbton mit langen Schatten getaucht. Ich weiß: immer pünktlich um 12.00 Uhr steht man auf dem Gipfel oder vor seinem Motiv. Nicht immer klappt alles perfekt. Deswegen, manchmal muss man einfach noch einmal los und dafür dann den Wecker stellen.

2. Das Stativ muss mit!

Gerade dann, wenn die Sonne nicht mehr allzu hoch am Himmel steht, können längere Belichtungszeiten notwendig sein. Dann ist ein Stativ ohnehin obligatorisch, da sonst die Gefahr besteht, dass die Fotos verwackeln. Aber auch sonst ist ein Stativ eine große Hilfe, denn so hat der Fotograf ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich über die Gestaltung seines Bildes Gedanken zu machen und die Kamera richtig auszurichten.

Aus meiner Sicht sollte bei jeder Fototour mind. ein kleines Reisestativ dabei sein. Ich verwende mitlerweile ein Sirui ET 1204 aus Carbon. Klar, mit Anpassen von Blende, Belichtungszeit, ISO und dem meistens vorhandenen Bildstabilisator kann auch ein gutes Foto aus der Hand entstehen. Allerdings ist das Fotografieren vom Stativ aus ein vollkommen anderer Prozess.

Man hat mehr Zeit, kann die Bildkomposition viel genauer und entspannter auf sich wirken lassen und gegebenenfalls noch einmal verändern. So kannst du z.B. sicher gehen, dass der Horizont gerade ausgerichtet ist. Nichts ist furchtbarer, als wenn auf einem Foto vom Meer links oder rechts das Wasser aus dem Bild zu laufen scheint…! Für die Fotografie mit Filtern, im speziellen Graufiltern zur Verlängerubg der Belichtungszeit, ist ein Stativ natürlich auch unerlässlich. Als Hauptstativ verwende ich ein Benro FGP 28. Hier habe ich meinen Erfahrungsbericht dazu geschrieben.

3. Mein Motiv.

Was soll dein Haupmotiv sein? Der Betrachter sollte dies später direkt im Bild ohne Nachfragen erkennen können! Das heißt nicht, dass das Hauptmotiv das ganze Bild ausfüllen muss oder gar in der Bildmitte sein muss, aber es sollte dem Betrachter sofort klar sein, was wichtig ist. In diesem Zusammenhang denke über die Gestaltung Vordergrund, Mittelgrund, Hintergrund nach. Versuche, alle störenden Elemente im Bild auszublenden. Entweder verändere den Bildauschnitt oder platziere dein Hauptmotiv anders. Manchmal reichen minimale Veränderungen.

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4. Beachte Gestaltungsregeln.

Der goldene Schnitt ist so eine, Linien und Symmetrien eine weitere. Versuche, beim Fotografieren natürliche Linien und Symmetrien für dich zu nutzen. Ein Zaun im Vordergrund, der in die Tiefe des Bildes geht. Bäume, die auf einen bestimmten Punkt hinführen. Ganz ähnlich funktionieren auch Symmetrien z.B. eine gerade Straße oder Geländer, die scheinbar endlos zum Horizont führen; sich im Wasser spiegelnde Berge.

Geh beim Fotografieren einmal in die Hocke oder lege dich direkt auf den Boden. Genauso kann es von Vorteil sein, dass du die Kamera mal bewusst weit über Dich hältst. Besitzt deine Kamera ein Klappdisplay, bist du im Vorteil und musst dich z.B. nicht flach auf den Boden legen. Ein erhöhter oder erniedrigter Aufnahmestandort wirkt oft Wunder. Einen Artikel dazu findest du hier.  Zu meinen Fototipps geht es hier lang.

Beispielbilder

5. Die Kameraautomatik abschalten.

Versuche deine Kamera nicht im Automatikmodus zu betreiben. In diesem Modus wählt die Kamera zum Teil sehr ungünstige Einstellungen. Zum Beispiel neigt die DSLR eher dazu, die Blende zu korrigieren. Genau das ist gerade in der Landschaftsfotografie meistens jedoch nicht gewollt! Aus diesem Grund empfehle ich, die Kamera im manuellen Modus zu nutzen. Hier musst du zwar jeden Parameter selbst wählen, aber du hast die Chance auf das bestmögliche Ergebnis.

Fotografierst du mit einer Vollformat-Kamera, blendest du bei Landschaftsfotos weit ab (Blende 16), um eine möglichst hohe Schärfentiefe im Bild zu haben. Kameras mit kleinerem APS-C-Sensor liefern bei Blendenwerten zwischen 11 und 13 die besten Ergebnisse. Fokussieren solltest du anschließend mit dem Sucher oder auf dem Display, oder du befasst dich mit der Hyperfokaldistanz, die dir sagt, auf welche Entfernung du scharf stellen musst, um eine optimale Tiefenschärfe zu erzielen. Einen Artikel zu Belichtungsautomatiken bei Kameras findest du hier.

6. Es geht nichts über Weitwinkel, außer noch mehr Weitwinkel!

Da ich bei den meisten Landschaftsbildern möglichst viel auf das Bild bekommen möchte, benötige ich einen Weitwinkel. Ab 24 mm wird es interessant. Unter 20 mm ist schon enorm viel im Bild. 12- 16 mm sind der Knaller! Sogenannte Ultraweitwinkel eröffnen völlig neue Perspektiven. Allerdings ist hier Vorsicht geboten: Zum einen bekommt man wirklich enorm viel auf sein Bild (also auch überflüssige und uninteressante Details) und die Schärfe ist extrem wichtig. Hier muss wirklich von vorne bis hinten alles scharf abgebildet werden, um den Bildeindruck zu unterstützen.

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Nikon D750 & Tamron 15-30mm F/2,8 Superweitwinkelzoom.

Natürlich haben Ultraweitwinkel von Haus aus eine große Schärfentiefe, allerdings müssen wir trotzdem in der Regel auf Blende 16 oder 18 abblenden, um den gewünschten extremen Effekt zu erhalten. Wohlgemerkt: alle Daten gelten für Vollformat. Beim Superweitwinkel spielt die Gestaltung also eine enorme Rolle! Ohne vernünftigen Vordergrund geht hier gar nichts. Ich selber benutze ein Tamron 15-30 mm f/2,8 Superweitwinkel Zoomobjketiv und bin sehr zufrieden damit. Einen Erfahrungsbericht zum Tamron 15-30mm gibt es hier. Artikel über Weitwinkel in der Landschaftsfotografie findest du hier.  Alles zu Objketiven findest du hier.

Beispielbilder

7. Das RAW Format benutzen.

Nur so erhältst Du Dateien, die ein Maximum an Bildinformationen enthalten. Außerdem verhinderst du so, dass es zu Abrissen in Farbverläufen kommt. Diese Gefahr besteht vor allem in Flächen mit sanften Farbverläufen, wie beispielsweise einem Himmel. Neben JPG bieten die meisten Kameras einen RAW Aufnahmemodus. Eine RAW Datei bietet dir in der Nachbearbeitung viel mehr Möglichkeiten, das Foto zu bearbeiten, als eine JPG Datei.

Es lassen sich z.B. dunkle Bereiche mit wesentlich weniger Qualitätsverlusten aufhellen, als bei einer JPG Datei. Ebenso betrifft es die Sättigung, Kontrast, Belichtung, Weissabgleich und und und.. Ich fotografiere trotz der wesentlich größeren Datei ausschließlich im RAW Modus. Meinen Artikel Bildbearbeitung für Anfänger findest du hier. Wenn du mit Lightroom arbeitest: Alles zu Lightroom gibt es hier.

8. Filter verwenden.

Mit einem Polfilter kann man Spiegelungen auf dem Wasser quasi ausblenden oder für kräftigere Farben im Bild sorgen. Er eliminiert Streulicht und erzeugt damit klarere Farben sowie bessere Kontraste.

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ND Filter an Nikon D750, hier geht es zu meiner Artikelserie Filterfotografie.

Ein Polarisationsfilter kann natürlich nicht zaubern, aber gerade, wenn es etwas dunstig ist oder sich am Himmel weiße Wolken vom tiefen Himmelsblau abheben sollen, kann er doch eine große Hilfe sein. Effektvoll und richtig nützlich sind Grau- bzw. Neutraldichtefilter, die für eine Abdunklung des Bildes sorgen, wobei die natürlichen Farben jedoch erhalten bleiben. Hier geht es zu meinem Artikel über ND Filter.

Durch die Abdunklung lässt sich die Belichtungszeit verlängern, was für schöne Effekte in Himmel oder Wasser sorgt. Zum Beispiel bekommt  bewegtes Wasser bei einer längeren Belichtungszeit einen milchigen, verwaschenen Schimmer. Über den Himmel ziehende Wolken bekommen einen Schleier. Die Filterfotografie ist für mich auch noch Neuland. Ich habe mir aber für das nächste Jahr vorgenommen, etwas in diese Technik einzusteigen. Meinen Artikel Fotografieren mit ND Filtern, eine Einführung findet ihr hier.

Fazit / Empfehlung

Wie man sieht, gibt es viele Bereiche, an denen man ansetzen kann. Nicht alles taugt für jeden, aber für jeden sollte doch der eine oder andere interessante und bedenkenswerte Punkt dabei sein. Natürlich kann man nicht gleich morgen an allen 8 Punkten arbeiten. Die Landschaftsfotografie ist ein weites Feld. Nicht immer muss man weite Reisen für beeindruckende Bilder unternehmen. Weitere allgemeine Anregungen um deine Bilder zu verbessern findest du hier.

Man sieht jedoch, dass z.B. ein Stativ einen ziemlich zentralen Punkt darstellt. Erst damit werden längere Belichtungszeiten (wichtig für Filterfotografie oder früh morgens und abends) oder stark abgeblendete Aufnahmen (wichtig für hohe Schärfentiefe) möglich. Beim nächsten Ausflug also ein Stativ mitzunehmen,wäre ein guter Ansatz. Das Superweitwinkelobjektiv demgegenüber ist meist mit erheblichen Anschaffungskosten verbunden und kann warten. Früh aufstehen kostet dafür kein Geld, sondern lediglich Überwindung! Jeder sollte selbst entscheiden, wo seine Prioritäten sind!

Hier findet ihr meinen Artikel zur Ausrüstung f. Landschaftsfotografie

Meine Fototechnik gibt es hier

5 Voraussetzungen für spannende Bilder.

Meine Wissen Artikel hier.

Meine Landschaftsbilder findet ihr hier.

 

 

 

*Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind externe Partner-Links (Affiliate Links). Ihr unterstützt mich, wenn ihr darüber bestellt. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten! Vielen Dank!

Letzte Aktualisierung am 9.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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