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Nikon das Z – System, meine Erfahrungen nach drei Jahren!

Nikon das Z – System, meine Erfahrungen nach drei Jahren!

Nikon Z-System, meine Erfahrungen mit dem neuen Kamerasystem von Nikon nach drei Jahren. Laut Nikon will man, zusammen mit den neuen S-Line-Objektiven Maßstäbe bei der Bildqualität setzen. Nikon hat sich mit der Vorstellung des neuen DSLM Systems viel Zeit gelassen und dadurch natürlich auch entscheidende Marktanteile eingebüßt.

Nikon das Z – System, meine Erfahrungen nach drei Jahren!

Allerdings hat man dann auch vom Start weg konkurrenzfähige Produkte geliefert. Es gab kaum Kinderkrankheiten und das System war von Anfang an auch für den Profi interessant! Natürlich war das Hauptproblem die Verfügbarkeit, erst der Kameras und dann natürlich der Objektive. Hier gab es zu Anfang lediglich eine Handvoll Standard-Objektive. Zumindest hatte man mittels FTZ Adapter die Möglichkeit seine alten AF-S Objektive problemlos am neuen Z-Mount weiter zu benutzen.

Mittlerweile hat Nikon hier wirklich Boden gut gemacht und bietet für die meisten Anwendungsfälle sowohl kostengünstige als auch Profioptiken an. Selbst für die Liebhaber der lichtstarken Optiken gibt es mehr und mehr im Angebot. Bis man allerdings die Vielfalt des alten F-Mount erreicht hat dürften noch einige Jahre vergehen. Apropo F-Mount, hier hat Nikon ganz klar kommuniziert das dieser keine Zukunft mehr hat. Weder neue DSLR Kameras noch neue Objektive werden hierfür zukünftig noch entwickelt. Mittlerweile setzt man also vollständig auf die neue DSLM Technik.

Nikon das Z – System, meine Erfahrungen nach drei Jahren!

Kameras

Die neuen Nikon-Systemkameras* fallen etwas größer aus, als z.B. die Modelle der Alpha-7-Serie von Sony, sind aber deutlich kleiner als Vollformat-Spiegelreflexkameras. Ein großes Kaufargument für mich! Was sofort auffällt, wenn man die Nikon Z7* in die Hand nimmt, ist der perfekte Griff. Die Griffmulde ist etwas tiefer, als bei der Sony Alpha-7-Serie*. Das Griffgefühl ähnelt stark meiner Vorgängerkamera, der Nikon D750, und das war bestimmt nicht schlecht!

Nikon Z-Systemkameras

Lt. Nikon war es nicht das vorrangige Ziel, mit dem neuen System, die kleinste Vollformat-Systemkamera zu bauen, sondern eine besonders gut zu bedienende, ohne den kompakten Aspekt völlig über Bord zu werfen. Mit dem knapp 13,5 × 10 × 7 cm großen Gehäuse ist Nikon dies in meinen Augen bestens gelungen. Gleichzeitig hat man ein absolut robustes Gehäuse abgeliefert.

Madeira, Naturlandschaft

Madeira, Ponta do Clerigo, Nikon Z7 & 24-70 mm F/2,8 s-Line*

Für mich ist das Handling meiner Nikon Z7 super. Da die Kamera natürlich immer noch recht zierlich ist, habe ich mich noch für eine zusätzliche Bodenplatte von Meike entschieden. Damit findet dann auch mein kleiner Finger kpl. Halt an der Kamera! Die Platte vergrößert die Kamera nur unerheblich, verbessert für mich das Handling aber enorm! Das Ganze gibt es dann noch für relativ wenig Geld! Nach drei Jahren Nutzung gibt es hier für mich nichts wirklich zu verbessern! Auch der mittlerweile optionale neu Bediengriff für die Z6 & Z7 II ist für mich uninteressant. Schätze ich doch gerade das kompakte Design der Kamera.

Nikonz6-2Kamera

Nikon Z6 & Z6II*

Schon Ende 2020 hat Nikon mit der Z6II & Z7II überarbeitete Gehäuse vorgestellt. Man hat sich hier diverser Kritikpunkte der Nutzer angenommen und diese entsprechend verbessert. Stichpunkte sind hier zweites Speicherkartenfach, AF-Leistung und neues Zubehör. Evolution statt Revolution ist hier da. Die Z6 & Z7 hat Nikon weiterhin im Angebot. Mittels verschiedener Firmware-Update wurde die Kameraleistung speziell im AF und Videobereich erheblich verbessert / gesteigert.

Nikon, Z9 Kamera

Nikon Z9

Der Höhepunkt der Kameraentwicklung war Ende 2021 die Vorstellung der Nikon Z9. Mit der Z9 hat Nikon eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass die DSLM auch im Profibereich in der Sport- und Tierfotografie die Spitze erreicht hat. Damit hat sich Nikon eindrucksvoll zurückgemeldet, zumindest was den Profibereich angeht. Auch hier hat man mittels Firmware-Updates den Leistungs- und Funktionsumfang im letzten Jahr erheblich weiter gesteigert. Eine Übersicht aller Z-Kameras findet ihr in meinem Artikel, „Das Z-System, Nikons spiegelloses Kamerasystem Teil 1 die Kameras“.

Nikon, Kamera-Zfc

Nikon Z fc

Ich warte nun gespannt auf die angeblich schon fertiggestellte Nikon Z8. Auch eine Nikon Z7 III soll möglicherweise in Vorbereitung sein und mangels fehlender Teileversorgung noch zurückgehalten werden. Was den Profibereich angeht, hat Nikon die Lücke zu den Mitbewerbern jetzt zumindest geschlossen. Vielleicht bringt die Z8 endlich wieder einen Technologievorsprung im Semiprofibereich.

Nikon Z50*

Das Einsteigersegment mit dem APS-C Format ist auch bei Nikon eher unterdurchschnittlich repräsentiert. Die Content-Crator scheinen momentan die aktuelle Zielgruppe für dieses Segment zu sein. Mit der Z30 und Z50 gibt es hier durchaus konkurrenzfähige Gehäuse. Leider fehlt es in diesem Bereich weiterhin deutlich an einer breiteren Objektivauswahl.

Kamera, Nikon Z 30

Nikon Z30*

Nachdem Nikon den DSLM Trend lange verschlafen bzw. ignoriert hat, befindet man sich nun wieder in der Spur! Wie erwähnt sollten die Z8 bzw. die Nachfolger von Z6II & Z7II Nikon evtl. wieder zurück auf die Erfolgsspur bringen. Mit der Z9 hat man ja schon eindringlich gezeigt, dass mit Nikon noch zu rechnen ist!

LKW ,Wrack ,rostig, Strand

Nikon Z 7 & Nikon Z 400 mm F/4,5 VR S

Ausstattung, Verarbeitung Z-Kameras anhand der Z7

Mit Ausnahme der Bodenplatte und der linken Gehäuseseite, auf der sich neben den Anschlüssen auch die drahtlosen Schnittstellen befinden, besteht das Gehäuse der Z7 aus einer robusten Magnesiumlegierung. Zudem schützen zahlreiche Dichtungen das Gehäuse vor dem Eindringen von Staub und Spritzwasser.

Nikon 35mm F/1,8 s-Line Objektiv & Nikon z7

Nikon Z7* & 35mm F/1,8 s-Line Objektiv*

Laut Nikon entspricht das Niveau dem der Nikon-DSLRs*, etwa einer Nikon D850. Auch hier gibt es für mich nach drei Jahren Nutzung nichts Negatives zu vermerken. Selbst das „norddeutsche Schietwetter“ und das häufig sehr feuchte Umfeld auf Madeira hat meine Z7 problemlos vertragen!

Absolut gesehen ist die Nikon Z7 natürlich keine kleine und leichte Kamera. Dank der großzügigen, rutschfesten, genarbten Gummierung, der rückseitigen Daumenmulde und dem Einschnitt für den Mittelfinger liegt die Z7 absolut sicher und fest in der Hand. Die Kamera ist sogar so gut ausbalanciert, dass man sie recht entspannt in der Hand halten kann.

Kroatien, insel, Krk, landschaft, schmetterling

Nikon Z7* & FTZ Adapter & Nikon AF-S Nikkor 300 mm f4 E PF ED VR*

Die Bedienung ist glücklicherweise an die aktuellen Spiegelreflexmodelle von Nikon angelehnt. Auf der Vorderseite der Kamera gibt es lediglich zwei programmierbare Tasten (Fn1 und Fn2). Bei der Auslieferung ist die Fn2 Taste als Ersatz für den Autofokus-Wahlschalter eingestellt. Dies lässt sich aber für diverse andere Funktionen umprogrammieren.

Neu bei den Semi-Profimodellen ist das Programmwahlrad mit nunmehr drei programmierbaren Benutzermodi und einer Vollautomatik. Was es so bisher nur bei kleineren Nikon-Modellen wie z.B. meiner alten Nikon D750 gab. Gott sei Dank sind die überflüssigen und unnötigen Motiv- & Effektprogramme an der Z7 nicht vorhanden! Grundsätzlich macht die Verarbeitung und Ausstattung/ Bedienung im Vergleich zu meiner D750 für mich einen Schritt nach vorn.

Nikon z7 Nahaufnahme Body vorne

Nikon Z7*

Beim Speicherkartenschacht dürften sich aus verschiedenen Gründen die Geister scheiden. Die Klappe wird mitsamt der Daumenmulde geöffnet und legt damit lediglich einen Schacht frei. Ein zweiter Speicherkartenschacht fehlt der Z7 leider.

Wüstenlandschaft kapverden Boa Vista

Kapverden Boa Vista, Deserto de Viana, Nikon Z 7 & Z14-24 mm F/2,8 S

Im Netz gab es dazu schon jede Menge vernichtende Kommentare! Ich persönlich kann gut damit leben, da ich an meiner Nikon D750 das zweite Speicherkartenfach noch nie für ein Back up genutzt habe. Außerdem habe ich in zehn Jahren SD-Karten Nutzung noch nie ein Problem mit einer defekten SD-Karte gehabt!

Mit der Z6II & Z7II hat Nikon diesen Kritikpunkt beseitigt und nicht nur ein zweites Speicherkartenfach integriert, sondern auch wieder die Nutzung der günstigen SD-Karten implementiert! Doch auch das gewählte Speicherkartenformat XQD* hat noch nicht viele Freunde. Es scheint noch ein wenig exotisch, die Speicherkarten und Lesegeräte* sind im Vergleich zu SD deutlich teurer. Dafür sind die Karten robuster und theoretisch auch schneller als aktuelle SD-Speicherkarten*.

XQD Karte Sony

XQD Speicherkarte*

Mittlerweile gibt es von Nikon ein Firmware Update, was die z-Kameras nunmehr mit den neuen, noch viel schnelleren CFexpress Karten ( 1700 Mb/s Leseleistung) von Sony kompatibel macht. Die Kartennutzung ist völlig unkompliziert und die hohen Lesegeschwindigkeiten beim Auslesen ein Segen! Technische Probleme konnte ich auch hier bisher nicht feststellen.

Bedienung

Man merkt, dass Nikon in den letzten vier Jahren seit Erscheinen der alten D750 an vielen Stellen das bewährte Bedienkonzept weiter optimiert hat! Mit Ausnahme des Programmwählrads liegen alle für die Aufnahme wichtigen Bedienelemente in Reichweite der rechten Hand. Dazu gehören die beiden für mich optimal positionierten und angenehm laufenden Multifunktionsräder, der Vierwegewähler sowie der Fokusjoystick und sogar der Einschalthebel der, wie bei Nikon gewohnt, rund um den Auslöser angeordnet ist.

Madeira ,Naturlandschaft, Levadas

Madeira, Levada, Nikon Z 7 & Z 24-70 mm F/2,8 S

Für mich von großem Vorteil ist der komplette Wegfall der Tastenreihe links vom Monitor! An meiner alten D750 ist es mir leider immer wieder passiert, dass ich unbeabsichtigt mit der „Nase“ die ISO oder (viel schlimmer!) die Qualitätstaste bzw. Bildgröße aktiviert habe. Wenn ich dann erst nach etlichen Bildern bemerkt habe, dass ich statt RAW nun JEPG in klein aufgenommen hatte, war der Frust immer groß. Bedauerlicherweise gab es im Sucher keinen Hinweis auf die Einstellung, und die Tasten ließen sich auch nicht sperren.

Nikon-Z7-vs-Z7-II

Nikon Z7 & Z7II*

Auch an der Z7 sind diverse Tasten individuell belegbar. Was leider nicht mehr funktioniert, ist die einfache ISO Verstellung wie an der D750. Hier konnte man in Zeitautomatik mit dem hinteren Wahlrad die Blende vorwählen und dann ohne weiteren Tastendruck mit dem vorderen Wahlrad die ISO Zahl schnell anpassen. Schade…!

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Hutewald Halloh, Nikon Z 7 & Z 14-24 mm F/2,8 S

Solche vorbelegten, aber änderbaren Tastenfunktionen sind für die Individualisierung von Vorteil, machen die Bedienung aber nicht wirklich selbsterklärend. Bei jeder neuen Kamera ist es wieder ein wenig frustrierend, bis man alle Einstellungen seinen persönlichen Anforderungen angepasst hat! Hat man dann alles konfiguriert, freut man sich über das wirklich in weiten Bereichen individualisierbare Handling!

Auch ansonsten ähnelt das Bedienkonzept eher dem der hochpreisigen Nikon-DSLRs. Das Schnellmenü oder auch das in sieben Bereiche gegliederte Hauptmenü geben Nikon-Nutzern keine Rätsel auf. Hier und da gibt es spezifische, teilweise neue Funktionen, aber im Großen und Ganzen findet man sich gut zurecht.

Moos ,Nahaufnahme

Madeira, Naturdetail, Nikon Z 7 & Z 400 mm F/4,5 VR S

Zum Glück lassen sich favorisierte Menüpunkte in einem individuell zusammenstellbaren Menü (Mein Menü) ablegen. Oder aber man schaltet es um auf ein Menü mit den zuletzt verwendeten Menüpunkten. So findet man schneller die Einstellungen wieder, welche man zuletzt geändert hat.

Nikon z7 Oberseite

Nikon Z7 Schulterdisplay

Technische Werte

Sucher

Wie bei einer DSLR ist der Sucher natürlich eines der zentralen Elemente einer spiegellosen Systemkamera. Der 0,8-fach vergrößernde und damit sehr große Sucher löst feine 3,7 Millionen Bildpunkte auf. Damit ist es kaum noch möglich, die einzelnen Pixel auszumachen. Natürlich fällt der Unterschied zu einem klassischen Spiegelreflexsucher sofort ins Auge.

Blume,Blüte

Madeira, Blumenpracht, Nikon Z 7 & Z 400 mm F/4,5 VR S

Schließlich leuchtet der Sucher von selbst und zeigt genialer Weise alle Aufnahmeparameter, den Weißabgleich und vieles mehr mit seinem Livebild an. Der Sucher bietet eine weitreichende Dioptrienkorrektur, wobei das Verstellrad wie bei einer analogen Armbanduhr erst herausgezogen werden muss, um den Wert verstellen zu können.

Nikon z7 & 24-70mm Objektiv

Nikon Z7* & s-Line 24-70 mm F/2,8*

Dank des Näherungssensors aktiviert sich der Sucher von selbst, sobald man die Kamera ans Auge nimmt. Die Taste links vom Sucher steuert dabei, ob eine automatische Umschaltung erfolgt, nur der rückwärtige Bildschirm zum Einsatz kommt oder letzterer deaktiviert bleibt.

Das spart viel Strom, denn das Livebild muss nur angezeigt werden, sobald man die Kamera ans Auge nimmt. Das Livebild beherrscht, egal ob im Sucher oder auf dem Bildschirm, die Einblendung von Gitterlinien, einer 3D-Wasserwaage, eines Livehistogramms und eine Belichtungsvorschau. Auch Fokus Peaking ist im manuellen AF Modus möglich.

Nikon z7 Rückseite

     Nikon Z7* und Touchdisplay

Das Sucherbild löst so fein auf, dass man selbst ohne Vergrößerungslupe oder Fokuspeaking dei Schärfe beurteilen kann. Außerdem sorgt die Lichtverstärkung dafür, dass man selbst dann noch etwas im Sucher erkennt, wenn es für das Auge schon längst finstere Nacht ist. Lichtstarke Objektive sind hier natürlich trotzdem im Vorteil.

Nikon ,Roadmap04/22

Nikon Roadmap Z System bis 2022

Der Sucher ist zweifelsohne ein absolutes Highlight der Z7! Schon nach kurzer Zeit weine ich dem optischen Sucher meiner D750 keine Träne mehr nach! Allein die Belichtungs- und Schärfevorschau und die vielfältigen Infoeinblendungen sind der Hammer!

Landschaft, Natur

Kroatien, Insel KrK, Nikon Z 7 & Z 14-24 mm F/2,8 S

Display

Mit einer Diagonale von acht Zentimetern und einer Auflösung von über zwei Millionen Bildpunkten steht der rückwärtige Bildschirm dem Sucher kaum nach. Es handelt sich um einen, um 40 Grad nach unten und 90 Grad nach oben neigbaren Touchscreen. Das erlaubt zumindest im Querformat Aufnahmen aus Frosch- und Vogelperspektiven am ausgestreckten Arm und ersetzt quasi einen „Lichtschachtsucher“, sodass man auch unauffällig vor der Brust, mit Bildschirm hinter der Kamera fotografieren und sogar darüber per Fingertipper auslösen kann.

Nikon z7 Rückseite

Nikon Z7* brilliantes Touch- Display noch mit Schutzfolie.

Mit einer Helligkeit von über 700 cd/m² leuchtet er zudem mühelos auch in hellster Umgebung. Die Touchfunktion beschränkt sich nicht nur auf die Wahl des Autofokusfelds oder die Auslösung, sondern erstreckt sich auch auf eingeblendete Parameter und sogar das Hauptmenü. Da die Z7 auch über die gut zu konfigurierenden Tasten super zu bedienen ist, muss ich mich an die „Touchsteuerung“ erst noch ein wenig gewöhnen! Das Sucherokular liegt übrigens so weit zurück, dass die Nase nicht direkt auf dem Bildschirm „klebt“.

Nikon z7 Rückseite

Nikon Z7* Display oben & Monitor

Aber genau wie der schwenkbare Monitor, den ich für überflüssig hielt, bevor ich die D750 besaß, ist es auch bei der Touchbedienung: hat man diese erst einmal gehabt und genutzt, weiß man gar nicht mehr, wie man ohne ausgekommen ist! Zusätzlich zum rückwärtigen Bildschirm besitzt die Z7 noch ein Informationsdisplay auf der Kameraoberseite. Es zeigt in weißer, leuchtender Schrift die wichtigsten Aufnahmeparameter an. Die Beleuchtung lässt sich nicht abschalten, im ausgeschalteten Zustand allerdings ist auch dieses Display dunkel und nicht mehr ablesbar.

Sensor

Die Nikon Z7 ist mit einem knapp 46 Megapixel auflösenden Kleinbildsensor (36 mal 24 mm) FX Format ausgestattet. Hierbei handelt es sich um einen rückwärtig belichteten CMOS-Sensor, sodass die lichtempfindliche Fläche gegenüber herkömmlichen CMOS-Sensoren, bei denen die Leiterbahnen über der lichtempfindlichen Fläche liegen, größer ist. Als Nebeneffekt kann der Sensor auch Licht, das nicht ganz senkrecht einfällt, besser verarbeiten. Das sorgt für weniger Farbsäume, Vignettierung und Randunschärfe.

Nikon z7 Programmwahlrad Nahaufnahme

Nikon Z7 *Programmwahlrad

Im Grunde ähnelt der Sensor der Z7 stark dem der Nikon D850, aber allein schon die integrierten Phasen-Autofokus-Sensoren zeigen, dass es sich um eine Neuentwicklung handelt. Laut Nikon wurde der Sensor selbst entwickelt, wird aber im Auftrag bei einem anderen Hersteller gefertigt, der in der Fertigung wiederum Nikon-Equipment zur Chipherstellung einsetzt. Auch wenn Nikon ihn nicht selbst herstellt, steckt also viel Nikon-Technik drin.

Nikon Z 6 Spiegellose Vollformat-Kamera mit Nikon FTZ-Adapter (24,5 MP, 12 Bilder pro Sek., 5 Achsen-Bildstabilisator, OLED-Sucher mit 3,69 Millionen Bildpunkten, AF mit 273 Messfeldern, 4K UHD Video)
  • Schnelle und lichtempfindliche spiegellose Vollformat-Systemkamera mit 24,5 MP (CMOS BSI Sensor, ISO 100 nativ)
  • Riesiger elektronischer Sucher (OLED) mit 0,8-facher Vergrößerung und 3,69 Mio. Bildpunkten Großzügiger, neigbarer Monitor mit 8 cm (3,2 Zoll) Diagonale und 2,1 Mio. Bildpunkten
  • Bis 12 Bilder pro Sekunde, AF-System mit 90% Bildfeldabdeckung horizontal und vertikal und neu entwickelter kamerainterner 5-Achsen-Bildstabilisator mit bis zu 5 Lichtwerten Effektivität
  • Robustes Metallgehäuse mit aufwändiger Abdichtung gegen Witterungseinflüsse und Staub. Offene Wi-Fi Schnittstelle, Bluetooth, kompatibel zu Nikon Snapbridge für Bildtransfer und Geotagging
  • Lieferumfang: Nikon Z6 Gehäuse; FTZ-Bajonettadapter; EN-EL15b Akku; MH-25a Ladegerät; AN-DC19 Kameragurt; DK-29 Augenmuschel; BF-N1 Gehäusedeckel; BS-1 Blitzschuhabdeckung; HDMI/USB Kabelhalter;

Autofokus

Das Autofokussystem der Z7 arbeitet mit fast 500 Phasenautofokussensoren, die bis weit an den Randbereich den Bildaufnahmesensor verteilt sind. Für mich ein großer Fortschritt! Von unendlich auf zwei Meter fokussiert die Z7 mit dem Setobjektiv innerhalb von weniger als 0,2 Sekunden, was enorm schnell ist. Der Autofokus arbeitet bei der Verfolgung von Motiven allerdings nur mittelmäßig. Für alle, die Action oder Tierfotografie betreiben, bleibt die Nikon D850 in diesem Bereich „State of the Art“!

Nikon z6 II Kamera

Nikon Z6II & Batteriegriff MB-N11

Immerhin gibt es auch eine Gesichts- und Augenerkennung, die bei Porträts äußerst hilfreich sein kann. Die Präzision des Fokus ist ebenfalls gut. Mit den nativen Z-Objektiven funktioniert der Autofokus natürlich am schnellsten. Allerdings fokussieren über den FTZ-Adapter* angeschlossene Objektive ebenfalls flott, in AF-S nicht langsamer als an einer DSLR. Uneingeschränkt funktionieren AI-, AF-S- und AF-P-Objektive.

Madeira, Naturlandschaft ,Nebelwald

Madeira, Fanal, Nikon Z 7 & 24-70 mm F/2,8 S

Mit der neuesten Firmware hat Nikon den AF eigentlich auf ein wirklich für mich sehr gute Niveau gebracht. Allerdings wird das für Sportfotografen immer noch nicht reichen! Hier werden die neuen Z6 & Z7 II sicherlich noch einmal eine Schippe drauflegen. Für mich als Landschaftsfotograf gibt es hier nichts zu meckern. Vor allem hat sich für mich das leidige Front / Backfokus -Problem mit der Z7 dauerhaft erledigt, super!

Die Unterschiede DSLR / DSLM.

Bildqualität

Die Bildergebnisse sind großartig, auch für eine Vollformatkamera mit dieser Auflösung. Beim Öffnen der Bilder im Bildbearbeitungsprogramm kommt fast Mittelformat-Feeling auf, so groß und detailreich sind diese. Man entdeckt immer neue Feinheiten und alles ist von herausragender Schärfe, solange es gelingt, das Rauschen im Zaum zu halten. Bis ISO 1600 ist das allerdings kaum vorhanden und Jammern auf sehr hohen Niveau!

Harz, landschaft

Nationalpark Harz, Nikon Z 7 & Z 14-24 mm F/2,8 S

Ab ISO 3200 muss man dann mit deutlichen Einschränkungen leben, welche sich aber unter Einsatz eines guten Bildbearbeitungsprogramms noch in den Griff bekommen lassen! Allerdings ist auch das schon eine Verbesserung zur D750, genau wie der maximal mögliche Dynamikbereich. HDR-Bilder mache ich mit der Z7 eigentlich gar nicht mehr! In der Regel reicht es, die Schatten hinterher entsprechend aufzuhellen, um das Bild zu „retten“.

Nikon Z 7 & Z 24-70 mm F/2,8 S

Natürlich auch beeindruckend, welche Reserven man mit 45Mpx beim Croppen hat. Die Belichtungsmessung und der ISO Abgleich funktionieren sehr gleichmäßig, ohne größere Ausreißer! Hier hat sich meine Hoffnung ebenfalls voll erfüllt. Im Gegensatz zur Nikon D 750 hat man bei jeder Aufnahme reichlich Reserven für den Bildbeschnitt.

Objektive

Allgemein

Das Z-Bajonett hat einen vergleichsweise großen Durchmesser von 55 Millimetern und ein Auflagemaß von lediglich 16 Millimetern. Damit können Bildsensoren im Kleinbildformat ausgeleuchtet werden, ohne dass sich in den Randbereichen ungünstig flache Einfallswinkel ergeben. Daher wird es gegenüber den alten Spiegelreflexsystemen technisch einfacher, Objektive mit guten Eigenschaften und großer Öffnung zu konstruieren und störende Effekte wie Abschattungen in den Bildecken (Vignettierung) zu vermeiden. Durch das geringere Auflagemaß sind kurze Brennweiten ohne die Notwendigkeit einer Retrofokuskonstruktion möglich. Kameraseitig lassen sich Sensor-Shift-Mechanismen (z. B. Bildstabilisator) integrieren, ohne dass das Kameragehäuse übermäßig dick wird.

Nikon z Objektive Nahaufnahme und z7

Für die Datenübertragung zwischen Objektiv und Kamera werden elf elektrische Kontakte benutzt, einer mehr als beim F-Bajonett, mechanische Übertragungselemente gibt es nicht. Mit dem Z-Bajonett ausgerüstete Nikkor-Objektive haben keinen mechanischen Ring zur Einstellung der Blende. Allerdings ist es möglich, den Fokusring softwareseitig mit der Blendenfunktion zu belegen. Fokussiert wird durch einen Motor im Objektiv. Das Bajonett wird, wie bei Nikon üblich, mit einer Linksdrehung geschlossen und mit einer Rechtsdrehung geöffnet. (Quelle Wikipedia)

Die Performance der Objektive für das Z-Bajonett übertrifft die Qualität der vergleichbaren Linsen aus dem F-System bei weitem. Mittlerweile hat Nikon in jedem Bereich, egal ob Festbrennweite oder Zoom, hochwertige Optiken für das Z-System im Programm. Insgesamt stehen ca. 33 verschiedene Objektive zur Verfügung. Egal ob Klassiker wie das F/1,8 50 mm oder Spezialisten wie das NIKKOR Z 600 mm F/4 TC VR S, man ist nach vier Jahren deutlich breiter aufgestellt. Ja, sicherlich ist das eine oder andere nicht immer sofort verfügbar, das trifft auf die Konkurrenz aber ebenfalls zu. Eine Übersicht aller Z-Objektive findet ihr in meinem Artikel, „Das Z-System, Nikons spiegelloses Kamerasystem Teil 2 die Objektive“.

Festbrennweiten

Viele der Nikon Festbrennweiten kommen eher unauffällig daher! Allerdings könne die Objektive allesamt mit hervorragenden optischen Abbildungsleistungen überzeugen. Auch Verarbeitung und Haptik inkl. Wetterschutz sind auf hohem Niveau. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es eine wahre Freude ist, mit diesen Optiken zu arbeiten.

Nikon 35mm F/1,8 s-Line Objektiv

Nikon Z 35 mm F/1,8 S*

Alle meine Bilder bestätigen die hochgelobten Abbildungsleistungen der neuen Z-Objektive. Dabei ist es egal, ob es sich um Festbrennweiten oder Zooms handelt! Die wichtigsten Festbrennweiten stehen aktuell zur Verfügung. Natürlich gibt es weiterhin Lücken, insbesondere im Bereich großer Lichtstärke wie z.B. das 85 mm F/1,2.

Nikon, Objektiv z 400 mm F/4,5 VR S ,Nahaufnahme

Nikon Z 400 mm F/4,5 VR S*

Ich konnte 2022 endlich mein Nikon AF-S Nikkor 300 mm F/4 E PF ED VR in Rente schicken und durch das neue Nikon Z 400 mm F/4,5 VR S ersetzen. Auch dieses Objektiv liefert eine Bildqualität, die einmalig ist! Dazu kommt ein schneller AF, tolle Haptik und Bedienung. Das Ganze kombiniert mit wirklich geringem Gewicht!

Zoom

Zu Beginn habe ich mangels Alternativen ausschließlich mit Zoomobjektiven fotografiert. Eines meiner absoluten Lieblinge ist dabei das NIKKOR Z 24–70 mm 1:2,8 S! Das ist Objektivbau vom Feinsten! Optisch hervorragend, haptisch ein Traum, leider nicht ganz günstig, aber für mich jeden Euro wert!

Nikon 24-70mmF/2,8 Objektiv s-Line

Nikon Z 24-70 mm F/2,8 VR S*

Als Landschaftsfotograf natürlich ein absolutes Muss; ein Superweitwinkel. Nachdem anfänglich nur das Nikon Z 14-30 mm F/4,0 S verfügbar war, landete dies in meiner Fototasche. Nach Erscheinen des Nikon Z 14-24 mm F/2,8 S war relativ schnell klar, dass ich umsteigen werde. Meine Gründe dafür findet ihr hier.

Nikon Weitwinkelzoom 14-24 F/2,8 + 14-30mm F/4

Nikon Z 14-30 mm F/4,0 S* & Nikon Z 14-24 mm F/2,8 S*

Auch das 14-24 mm ist eine absolute Profioptik. Solide gefertigt, mit hoher Abbildungsleistung und dabei mit ca. 650 gr. nocht recht leicht. Dank wechselbarer Gegenlichtblende lassen sich Schraubfilter verwenden.

Nikon Weitwinkel 14-24mm F/2,8

Nikon Z 14-24 mm F/2,8 S*

Für beide Profioptiken gibt es von Nikon jeweils lichtschwächere Alternativen. Erheblich günstiger und wesentlich kompakter. Die Abbildungsleistung bleibt trotz erheblicher Preisersparnis allerdings auf hohem Niveau. Wer also die Lichtstärke nicht wirklich braucht, ist mit den F/4,0 Versionen beider Objektive nicht wirklich schlechter aufgestellt.

Nikon, z ,50mm ,Makro, Nahaufnahme

Nikon Z MC 50 mm F/2,8*

Zu guter Letzt verfügt das Z-System nun auch wieder über zwei native Makroobjektive. Meine Wahl fiel hier auf das extrem kompakte Nikkor Z MC 50 mm F/2,8. Neu verfügbar ist alternativ auch das NIKKOR Z MC 105 mm F/2,8 VR S

Madeira, Farol da Ponta do Pargo mit Nikon Z 7 & Z 14-24 mm F/2,8 S

Fremdhersteller

Mit Tamron hat man nun einen Hersteller, der mit dem NIKKOR Z 17–28 mm 1:2,8* und dem NIKKOR Z 28–75 mm 1:2,8* wahrscheinlich schon zwei umgelabelte Objektive für Nikon zuliefert. Voraussichtlich ab 2023 dann auch unter eigenem Markennamen Objektive für das Z-System anbieten darf. Ähnliches munkelt man über Sigma.

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Bewertung / Fazit

Ich bin begeistert, für mich bietet das Nikon Z-System zurzeit und für meine Ansprüche das Optimum. Absolut empfehlenswert! Die Z/7 hat bisher alle meine Anforderungen ohne Schwierigkeiten gemeistert. Das Kameragehäuse fällt etwas größer als bei der spiegellosen Konkurrenz von Sony aus. Auf Tagestouren mit Equipment trotzdem noch eine erhebliche Erleichterung im Vergleich zur DSLR Ausrüstung. Die Kamera ist robust und nach kurzer Eingewöhnung, intuitiv zu bedienen. Absolut spitze: Sucher und Display sind schön groß und zeigen ein sehr detailreiches Bild.

Fotozubehör Stefan Mohme grafik

Die neuen s-Line Objektive haben mich ebenfalls nicht enttäuscht! Egal, ob das extrem kompakte und leichte 14-30 mm F/4,0, oder das super scharfe und mit tollem Bokeh ausgestattete 24-70 mm F/2,8, die Objektive liefern Abbildungsqualität auf Spitzenniveau! In Kombination mit dem Sensor der Z7 bleiben hier für mich eigentlich keine Wünsche mehr offen!

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 59 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider musste ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 12 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert, so ist dann aus meinem Hobby dieser Blog entstanden. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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