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Nikon Z NIKKOR 14–30 mm F/4 vs. Z Nikkor 14–24 mm F/2,8 s-Line

Nikon Z NIKKOR 14–30 mm F/4 vs. Z Nikkor 14–24 mm F/2,8 s-Line

Nikon Z NIKKOR 14–30 mm F/4 S vs. Z Nikkor 14–24 mm F/2,8 S. In diesem Artikel geht es um die beiden Superweitwinkelzooms des neuen z-Systems von Nikon. Lohnt sich der fast doppelte Preis für das lichtstarke F/2,8 Zoom?

Nikon Objektiv

Nikon Z 14-30 mm F/4,0 vs. Z 14-24 mm F/2,8

Standard oder Lichtstark?

Nikon Z NIKKOR 14–30 mm F/4 S vs. Z Nikkor 14–24 mm F/2,8 S

Was die Funktionen betrifft, gibt es einige Unterschied zwischen diesen beiden Objektiven. Beide Objektive verwenden einen Gummigriff-Steuerring für den Zoom mit deutlichen Markierungen und einen schmaleren Ring für den Fokus. Beide Objektive verfügen über einen Schalter zum Wechseln zwischen manuellem und automatischem Fokus.

Darüber hinaus verfügen beide Objektive über eine Gegenlichtblende, und sind wetterfest abgedichtet. Das F/2,8 Zoom hat zusätzlich einen weiteren frei belegbaren Steuerring, ein kleines Oled Display sowie frei belegbare Funktionstasten. Im Gegensatz zum F/4,0 welches über eine plane Frontlinse verfügt, ist diese beim lichtstärkeren Objektiv leicht gewölbt.

Eckdaten Nikon Z 14–30 mm F/4,0 S*

  • Brennweite:    14-30 mm
  • Lichtstärke:     F/4,0
  • Gewicht:          485 g
  • Abmessungen: 89 x 85 mm
  • Kl. Blende:       22
  • Nahgrenz: 0,28 m
  • Filter:               82 mm
  • Blende. 7 Lamellen
Objketiv,Nikon,weitwinkel,zoom

Das F/4-Objektiv ist kleiner und leichter als das größere F/2,8-Objektiv. In vielen Fällen können diese geringere Größe und das geringere Gewicht durchaus als Vorteil angesehen werden, je nach Situation, für die man es verwenden möchte.

Wer viel draußen unterwegs ist und sein Equipment selbst transportiert, wie die meisten Landschaftsfotografen wird die F/4 Version durchaus bevorzugen. Ausmaße und Gewicht können hier den Ausschlag geben! In der Landschaftsfotografie wird man sowieso selten unter Blende 5,6 fotografieren, sodass die Offenblende von F/4 die Fotografie hier nicht limitieren wird.

Nikon 14-30mm F/4,0 s-Line Objektiv

Das F/4,0 Weitwinkel ist insgesamt solide verarbeitet und unauffällig designt. Bei einem Preis von 1200 € hätte ich mir hier vielleicht doch eine etwas hochwertigere Haptik gewünscht. Aber natürlich sind bei so einem Objektiv vorrangig die inneren Werte, sprich also die Abbildungsleistung von Bedeutung! Hier kann man dem 14-30 mm wirklich nicht viel vorwerfen, gerade auch in Anbetracht seines Preises!

Eckdaten Nikon Z 14–24 mm F/2,8 S*

  • Brennweite:    14-24 mm
  • Lichtstärke:     F/2,8
  • Gewicht:          650 g
  • Abmessungen: 88,5 x 124,5 mm
  • Kl. Blende:       22
  • Nahgrenze:      0,28 m
  • Filter:               112 mm
  • Blende. 9 Lamellen
Nikon 14-24mm f2,8

Das F/2.8 ist der teurere Bruder des F/4, das natürlich mit einem ganz anderen Anspruch entwickelt wurde. Hier hat man kompromisslos die optische Leistung optimiert und für Verarbeitung und Handling die Profis im Auge gehabt. Dieses Objektiv ist über den gesamten Brennweitenbereich des Objektivs schärfer als das F/4-Objektiv, zusammen mit der verbesserten Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen und dem hervorragenden Bokeh bei der Blendeneinstellung F/2,8.

Jeder Fotograf sollte sich vor Anschaffung eines Objektives genau fragen, was er für seine Fotografie benötigt! Braucht es wirklich eine Offenblende von F/2,8 oder reichen auch F/4,0? Sind die Unterschiede in der Abbildungsqualität wirklich so groß, dass man dafür fast doppelt soviel für das F/2,8 bezahlen würde? Wenn man für seine Arbeit nie unter F/4 geht, lässt sich vielleicht viel Geld und Gewicht sparen.

Nikon Weitwinkelzoom 14-24 F/2,8

Das F/2,8 sieht nicht nur so solide und robust aus, es fühlt sich auch so an! Hier musste nicht gespart werden, alles ist wertig und im Vergleich zum F/4,0 eben Profiliga. Dadurch wird das F/4,0 kein schlechtes Objektiv, man sieht allerdings am F/2,8, was man noch besser machen kann, wenn der Preis nicht der limitierende Faktor ist.

Verarbeitung / Ausstattung

Ehrlicherweise muss ich natürlich sagen, dass z14–30 mm F/4,0 macht, was es soll und das auch noch sehr gut. Allein das Gewicht, die Größe und die plane Frontlinse!! sind für viele unschlagbare Kaufargumente! Emotionen löst es allerdings bei mir nicht aus! Ein echtes „Arbeitstier“ vielleicht! Wer dagegen schon einmal mit dem Nikkor z 24–70 mm F/2,8* oder ähnlichem gearbeitet hat, wird verstehen, was ich meine! Bildlook, Bedienung und Verarbeitung, hier sind sie, die „Emotionen“ ! Allerdings löst der Preis dann auch Emotionen in Form von „Schnappatmung“ aus!

Wie gerade beschrieben, das Nikon 14–24 mm F/2,8 *ist mechanisch und optisch aus dem vollen geschnitzt! Profiliga und Verarbeitungsqualität auf top Niveau! Das Nikon 14–30 mm F/4,0 *ist hier keinesfalls schlecht oder billig, das 14–24 zeigt aber deutlich, was noch besser geht! Insgesamt ist das 14–30 mm äußerlich sehr unauffällig und optisch zurückhaltend, immerhin ruft Nikon hier auch 1200 € Verkaufspreis auf.

Handling

Das 14–24 zeigt dagegen deutlich, hier kommt der Profi! Insgesamt natürlich wesentlich größer und schwerer als das 14–30 mm. Für sich gesehen in dieser Objektivklasse mit diesem Brennweitenbereich allerdings immer noch als „kompakt“ zu bezeichnen. Wer ein Tamron 15–30 mm F/2,8 einmal in Händen hatte und über längere Zeit tragen musste, weiß, wovon ich spreche.

Nikon Weitwinkelzoom 14-24 F/2,8 + 14-30mm F/4

Gerade in Kombination mit der Nikon Z 7 *ist alles super ausbalanciert! Das Handling mit der Kamera ist für mich als hervorragend zu bezeichnen! Ich persönlich schätze es etwas in der Hand zu haben. Im Vergleich zu meiner D750 & Tamron 15–30 mm Kombi mit fast 1900 gr. Gewicht, ist man hier mit ca. 1300 gr. immer noch wesentlich leichter unterwegs!

Abbildungsleistung

Eines gleich vorweg, die reine Bildqualität gibt, für mich beim 14–30 mm F/4,0 * überhaupt keinen Anlass zur Klage. Vielleicht schwächelt es bei 14 mm offen etwas, aber das ist mit leichtem Abblenden zu beheben und Jammern auf sehr hohem Niveau! Das kompakte Objektiv ist wirklich super, es liefert fantastische Bilder ab und nach einem Jahr Nutzung trenne ich mich mit einem lachenden und einem weinenden Auge davon!

Nikon Weitwinkel 14-30mm F/4,0+z7

Was mir letztlich etwas gefehlt hat, war dieser spezielle „Bildlook“ den man im Allgemeinen bei Objektiven mit großer Anfangsöffnung hat! Und ja, die Haptik und Bedienung haben mich auch nicht überzeugt. Mit anderen Worte, das 14–30 mm ist etwas „emotionslos“ sowohl was Abbildung als auch das Äußere und die Verarbeitung angeht! Das ist natürlich meine ganz persönliche Wahrnehmung!

Zusammengefasst

Na klar, das 14–30 mm F/4,0 ist wahrlich kein schlechtes Objektiv. Ganz im Gegenteil, eigentlich hat es alles, was der Landschaftsfotograf sucht. Viel Weitwinkel, es ist kompakt und super leicht, es ist wetterfest, es hat eine plane Frontlinse mit 82 mm Filterdurchmesser für Schraubfilter und schließlich ist es auch noch bezahlbar und macht super Bilder!

Nikon Weitwinkelzoom 14-24 F/2,8 +z7

Geschenkt, was fehlt dem Nikon 14–30 mm F/4,0* dann? Vielleicht das, was mein Tamron 15–30 mm F/2,8 hatte, dieser gewisse Bildlook und die perfekte Haptik! OK, bei einem Superweitwinkel ist Lichtstärke nicht das vorrangige Argument. Wer allerdings schon einmal mit einem Nikon z 24–70 mm F/2,8* oder ähnlichem fotografiert hat, wird verstehen, was ich meine.

Bewertung / Fazit

Wie eingangs schon erwähnt: „Das Bessere ist der Feind des Guten“! Damit ist dann eigentlich schon alles gesagt. Ja, ganz klar, das 14–30 mm F/4,0 ist für sich gesehen ein tolles Objektiv! Gute Verarbeitung, kompakt, leicht und dann noch mit einer planen Frontlinse! Dazu kommen auch noch sehr gute Abbildungsleistung, vielleicht mit einer kleinen Schwäche bei 14 mm, welche sich aber durch Abblenden problemlos beheben lässt!

Objektivdurchsicht, Schwarzweiss, Logo, Stefan Mohme

Nach ca. einem Jahr Nutzung des Z 14–30 mm F/4,0 habe ich mich entschieden auf das Z 14–24 mm F/2,8 umzusteigen. Irgendwie fehlte mir am F/4,0 irgendetwas. Das F/2,8 ist einfach ein Werkzeug, mit dem man gerne arbeitet und natürlich sprechen die Bildergebnisse für sich. Ja, der Preis ist schmerzhaft, aber so ein Objektiv ist wirklich in der Handhabung und Haptik unvergleichlich!

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 60 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider musste ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 12 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert, so ist dann aus meinem Hobby dieser Blog entstanden. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio-Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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Flickr Auswahl Stefan Mohme

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