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Zoomobjektive, Für und Wider!

Zoomobjektive, Für und Wider!

Auch bei der Wahl der passenden Objektive gibt es unter Fotografen viele gegensätztliche Ansichten. Die einen schwören auf hochwertige Zoomobjektive, die anderen verteufeln diese und arbeiten ausschließlich mit Festbrennweiten. Ich habe mir über die Jahre angewöhnt möglichst das beste aus beiden Welten zu nutzen.

Denn für mich kommt es nicht nur auf die Abbildungsleistung an, sondern Punkte wie Gewicht, Transport und Handling spielen eine ebenso wichtige Rolle! Ganz entscheidend ist natürlich auch die Art der eigenen Fotografie! Also wie immer, genau überlegen welche eigenen Ansprüche man selbst hat.

Zoomobjektive, Für und Wider!

Zoomobjektiv oder Festbrennweite? Besonders als Einsteiger sollte man sich mit dieser Frage auseinandersetzen. Festbrennweiten sind Objektive mit nur einer einzigen, fest eingestellten Brennweite, hier ist im Gegensatz zum Zoomobjektiv kein „rein- und rauszoomen“ möglich. Den Bildausschnitt kann man nur durch die Position der Kamera beeinflussen.

Pro und Contra Zoom

Zoomobjektive sind universeller einsetzbar und das Risiko, durch die Wahl der falschen Brennweite ein Motiv zu verpassen, ist mit einem Zomobjektiv geringer. Der Nachteil von Zoomobjektiven ist, dass diese aufwendiger zu konstruieren sind, was gerade bei preiswerten Ausführungen häufig in einer schwächeren Abbildungsleitstung mündet. Somit haben Zooms in der Regel keine hohe Lichtstärke und die Bildqualität bleibt häufig hinter einer Festbrennweite zurück. Ein Zoom kann dafür mehrere Festbrennweiten ersetzen. Man kann somit Gewicht und Ausrüstung sparen.

Pro und Contra Festbrennweite

Festbrennweiten sind einfacher zu konstruieren und punkten daher in der Regel mit einer besseren Abbildungsleistung. Ihr einziger Nachteil ist die „unflexible“ starre Brennweite. Ist ein Motiv zu nah oder zu weit entfernt, muss ich mich entweder darauf zubewegen, davon weggehen oder zu einem Objektiv mit anderer Brennweite greifen. Viele Motive warten allerdings nicht, bis der Fotograf den richtigen Standort bzw. die richtige Brennweite gefunden hat. Man benötigt einige Festbrennweiten um die meisten fotografischen Herausforderungen abzudecken.

Welches Objektiv kostet weniger?

Dabei gilt es zu bedenken, das zwar häufig eine einzelne Festbrennweite günstiger ist, man aber berücksichtigen sollte das man häufig zwei oder gar drei Festbrennweiten benötigt um ein Zoom zu ersetzten. Ergo lautet die korrekte Antwort; das Zoomobjektiv ist in der Regel günstiger.

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Festbrennweiten und Zoomobjektive für Nikon Vollformat.

Die Entwicklung meiner Objektive.

Mit Wechsel auf die Nikon D7100 habe ich angefangen, mich nach günstigen Festbrennweiten umzusehen. Mein erster Kauf war das bekannte und allseits gelobte AF-S DX NIKKOR 35 mm 1:1,8G*. Ich war ziemlich erstaunt über die Auflösung und Schärfeleistung dieses kleinen und günstigen Objektives. Meine Erfahrungsbericht zum 35er findet ihr hier. Danach folgte ein AF-S NIKKOR 50 mm 1:1,8G*, Erfahrungsbericht hier. Zum Abschluss noch das AF-S DX Micro-NIKKOR 40 mm 1:2,8G* , mein Erfahrungsbericht hier.

Damit war ich eigentlich verloren, was Zoomobjektive angeht; wer einmal die Lichtstärke, das Freistellungspotential sowie die Schärfeleistung dieser Objektive erlebt hat, wird mit einfachen und relativ lichtschwachen Standard Zooms und Kit- Objektiven nicht mehr wirklich glücklich! Den letzten Ausschlag gab dann der Wechsel von der D7100 auf die Nikon D750. Also vom FX zun DX Vollformat. Leider gibt es von Nikon kein Ultraweitwinkel als Festbrennweite. Allerdings hat Nikon das fast schon legendäre AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED* im Angebot.

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Festbrennweiten für Nikon Vollformat

Für mich leider zu teuer, die Alternative war das Tamron SP 15-30mm F/2.8 Di VC USD*. Mitlerweile verwende ich also eine Mischung aus Festbrennweiten und lichtstarken, hochwertigen Zoomobjektiven. Allerdings hat diese Entwicklung bei mir einige Jahre und mehrere Kameragenerationen gedauert.

Anfängern oder Einsteigern in den Bereich DSLR / DSLM kann ich nur raten mit den günstigen Kit Optiken zu beginnen um erst einmal herauszufinden was die eigenen fotografischen Vorlieben sind. Ist das geklärt lässt sich immer noch, E-Bay sei Dank in hochwertigere Optiken investieren und die finden sich mitlerweile in beiden Lagern! 

Meine Zoomobjektive

Tamron SP 15-30mm F/2.8 Di VC USD

Nachdem ich lange Jahre mit Sigma 10-20mm F/3,5 *Weitwinkelzoom Objektiven im APS C Format fotografiert habe, musste ich nach dem Umstieg auf Vollformat diese Objektive austauschen. Meinen Erfahrungsbericht zum Sigma 10-20mm gibt es hier. Wer allerdings einmal ein solches Objektiv besessen hat, wird nie wieder darauf verzichten wollen.

Leider hat Sigma für mich nichts interessantes im Angebot gehabt. Da ich schon länger ein Tamron Makro benutzt habe und mit den Bildergebnissen sehr zufrieden war, habe ich mich für das Tamron SP 15-30mm F/2.8 Di VC USD entschieden. Die Kritiken im Netz waren auch sehr vielversprechend. Meinen Erfahrungsbericht zum Tamron 15-30mm findet ihr hier.

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Tamron SP 15-30mm F/2.8 Di VC USD

Als ich das Objektiv dann zum ersten mal in Händen gehalten habe, war ich doch etwas geschockt; das Gewicht und die Ausmaße waren schon heftig! OK, wenn die Bildqualität denn damit mithalten kann, würde ich diese “Kröte” schlucken. Was soll ich sagen… das Teil ist der Hammer!! Scharf selbst am Rand, super Auflösung und ein Traum in der Bedienung. In Kombination mit der D750 bringen mich die Bilder immer wieder zum Staunen. Für die Landschaftsfotografie ein super Objektiv! 

Beispielbilder Tamron 15-30mm

Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD

Vor kurzem konnte ich das Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD*, nachdem der Nachfolger das Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2* vorgestellt wurde, für relativ kleines Geld gebraucht bei E – Bay erwerben. Für die Filterfotografie fehlte mir noch etwas oberhalb meines 15-30mm Superweitwinkels. Eigentlich habe ich in diesem Bereich drei Festbrennweiten: 35mm, 50mm und 85mm von Nikon.

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Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD

Allerdings ist es ziemlich nervig, ständig Objektiv und Filter zu wechseln. Ein Zoom vereinfacht die Prozedur hier enorm. Da ich mit meinem 15-30mm so gute Erfahrungen gemacht habe, bin ich auch hier wieder bei Tamron günstig gebraucht fündig geworden. Nachdem der Nachfolger auf dem Markt ist, haben die Preise für das alte Modell noch einmal ordentlich nachgegeben.

Alles über Nikon Technik.

Auch hier sind die Meinungen sehr positiv, sowohl was Abbildungsleistung, als auch Verarbeitung angeht.  Nachdem ich nun die ersten Bilder mit dem Tamron gemacht habe bin ich super zufrieden! Tolle Abbildungsleistung, super Bokeh und hochwertiges Gehäuse.

Beispielbilder Tamron 24-70mm F/2,8

Meine Festbrennweiten 

Nikon AF-S 300mm 1:4 E PF ED VR

Hier findet ihr meine Festbrennweiten welche ich am liebsten benutze. An erster Stelle muß ich hier das Nikon AF-S 300mm 1:4 E PF ED VR*nennen, mitlerweile gehe ich nicht mehr ohne das los. Das liegt zum einen an den absolut kompakten Abmessungen und dem niedigen Gewicht von gerade einmal 750gr., zum anderen an der Top Bildqualität des Objektives.

Natürlich ist auch die Verarbeitung und Bedienung des kleine Teles mit Phasen-Fresnel-Linsel ein Traum. Der Preis leider nicht, das ist dann auch schon der einzige Kritikpunkt. Wer mehr zu dem Tele wissen möchte findet hier meinen Erfahrungsbericht dazu.

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Beispielbilder Nikon 300mm

Nikon AF-S Nikkor 35mm F/1,8 ED

Auch das kompakte und leichte Nikon 35mm ist eines meiner Lieblinge. Lichtstark, tolle Abbildungsqualität und in Kombination mit der Nikon D750 eine leichte und unauffällige Kombination. Ideal z.B. für die Streetfotografie! Nikon AF-S Nikkor 35mm F/1,8 ED*  ist ein absoluter Klassiker und eine dicke Empfehlung wert!

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Beispielbilder Nikon 35mm

Nikon Nikkor AF-S 85mm F/1,8G

Nikon Nikkor AF-S 85mm F/1,8G* darf in dieser Sammlung natürlich nicht fehlen! Eine leichte Telebrennweite, der Klassiker für Portraits aber auch für Landschaft und Nahaufnahmen geeignet. Lichtstark, noch leicht und kompakt dazu recht preisgünstig. Im Vergleich zum teuren Bruder mit Lichtstärke 1,4 viel handlicher und robuster. Schneller und treffsichere AF, tolles Bokeh und freistellungspotential gerade mit Nikon D750. Das Nikkor AF-S 85mm F/1,8G bekommt ebenfalls eine dicke Empfehlung!

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Beispielbilder Nikon 85mm

Moderne Zoomobjektive der oberen Preisklasse können dank des technischen Fortschrittes mit einer optischen Leistung aufwarten, die noch vor nicht allzu langer Zeit ausschließlich den Festbrennweiten vorbehalten war. Daher ist es in meinen Augen kein Zeichen von mangelnder Professionalität mehr, Zooms zu nutzen, auch wenn einige Vertreter der Gattung „Fotograf“ nach wie vor davon überzeugt zu sein scheinen.

Weitere Artikel

Fazit / Empfehlung

Die beiden oben genannten Zoomobjektive überzeugen mich absolut. Zum einen durch die hohe Lichtstärke, zum anderen durch die hervorragende Abbildungsleistung. Beide besitzen einen Bildstabilisator und Ultraschall-Antrieb. Diese Pluspunkte erkauft man sich unter anderem mit einem sehr hohen Gewicht und ziemlich klobigen Abmessungen. Dafür bekommt man ewas Flexibilität beim Fotografieren und Top Bilder mit viel Enwicklungspotential. Natürlich gibt es auch für den Telebereich von 70-200mm sowohl von Nikon als auch von Tamron oder Sigma lichtstarke Zooms mit super Abbildungsqualität.

Ich habe mich in diesem Bereich allerdings für eine Festbrennweite, das Nikon AF-S Nikkor 300 mm 1:4E PF ED VR Objektiv*entschieden. Im Verhältnis bekomme ich hier mehr Brennweite bei viel weniger Gewicht und auch hervorragende Abbildungleistung. Hier ist mein Erfahrungsbericht zum 300er. Auf die Flexibilität eines Zooms kann ich hier gut verzichten.

In der Regel ist das einzige Zoom, was auf meine Ausflügen immer dabei ist, das Tamron 15-30mm. Das 24-70mm findet relativ selten den Weg in meine Fototasche. Dafür packe ich lieber das Sigma 105 mm F2,8 EX Makro DG OS HSM* ein. Für die Filterfotografie werde ich das 24-70mm sicherlich bevorzugt einsetzen. Meine Empfehlung lautet nach wie vor, möglichst viel mit Festbrennweiten zu arbeiten. Die Bildergebnisse sind oft besser und die gestalterischen Möglichkeiten durch die hohe Lichtstärke ebenfalls.

Hier findet ihr meinen Artikeln zu Festbrennweiten.

Weitere Technik Erfahrungsberichte findet ihr hier.

Meine Fototechnik hier.

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Alles zu Nikon Fototechnik gibt es hier.

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Letzte Aktualisierung am 3.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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