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Fotos für die Ewigkeit, verschiedene Haltbarkeit von Fotografien Teil 2.

Fotos für die Ewigkeit, verschiedene Haltbarkeit von Fotografien Teil 2.

Im zweiten Teil meines Artikels „Fotos für die Ewigkeit, verschiedene Haltbarkeit von Fotografien“ geht es heute um die analogen Medien wie Dias, Negative oder Papierbilder. Wie steht es um deren Haltbarkeit und Beständigkeit? Im ersten Teil meines Artikels habe ich ja schon festgestellt, dass die digitalen Medien wie z.B. DVD, Festplatte oder USB Stick nicht wirklich dauerhaft haltbar sind.

100 Jahre oder längere Haltbarkeiten sind in diesem Bereich nur mit großem Aufwand zu realisieren. Daten speichern und vergessen während der „Lagerung“ ist nicht die richtige Strategie bei digitalen Medien! Schauen wir uns heute also die guten, alten Papierbilder an.

Fotos für die Ewigkeit, verschiedene Haltbarkeit von Fotografien.

Teil 2, analoge Medien

Papierbilder

Jedes Medium – egal, ob Papier, Negativ, Dia oder auch ein digitales  Speichermedium – unterliegt einem Alterungsprozess. Dies bedeutet, dass Fotografien entsprechend der Materialien, auf denen sie sich befinden, nur eine endliche Lebensdauer haben. Diese kann sicherlich im Einzelfall bei weit über 100 Jahren liegen, hängt aber sehr stark von Faktoren wie z.B. Lagerung etc. ab.

Allgemeingültige Aussagen über die Lebensdauer der einzelnen Materialien lassen sich demnach nicht machen. Viel zu groß sind die möglichen Einflussfaktoren wie Temperatur, Feuchtigkeit aber auch die eigenen Fehler, die oftmals vom Nutzer unbeabsichtigt begangen werden und zum Totalverlust fühern können! Papierbilder gelten nach wie vor immer noch als am beständigsten. Ich bin ja bekennender Fan des gedruckten Bildes  und versuche immer, das gedruckte Bild wieder in den Fokus zu rücken.

Wem seine Bilder wirklich am Herzen liegen, kann ich nur immer wieder empfehlen, diese als Einzelprint hochwertig zu Drucken oder als Fotobuch zu verewigen. Alles, was gedruckt ist, lässt sich z.B. später auch wieder scannen und damit digitalisieren. Natürlich könnte man es auch so sehen, dass es ein Glück ist, dass die „Massen“ an Bildern die ferne Zukunft nicht erleben werden. Nach dem Motto: „Ist das Kunst oder kann das/muss das weg?“

 

Papierbilder gerade in unserer digitalen Welt stellen für mich immer noch eines der sichersten „Speichermedien“ dar! Die Drucktechnik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass Farbveränderungen, wie wir sie von Papierbildern aus den 1970er Jahren oftmals kennen, der Vergangenheit angehören. Heutige Papierprints können theoretisch einige hundert Jahre alt werden. Das hängt natürlich auch stark vom verwendeten Material, vom Druckverfahren und weiteren äußeren Einflüssen wie Licht, Temperaturunterschieden und Feuchtigkeit ab.

 

 

Fotografien beispielsweise an der Wand unterliegen dem permanenten Lichteinfluss. Ihre Haltbarkeit ist dementsprechend begrenzter, kann jedoch bei hochwertigen Materialien durchaus bei über hundert Jahren liegen. Die Haltbarkeit lässt sich verlängern, wenn die Fotografien durch den Einsatz z.B. vom Museumsglas vor Licht geschützt werden. Fotografien in Alben und natürlich Fotobüchern haben bei richtiger Aufbewahrung grundsätzlich eine lange Lebensdauer. Wie lang diese beispielsweise bei Fotoalben ist, hängt natürlich stark davon ab, womit die Bilder verklebt wurden. Also darauf achten nur Klebematerial zu nutzen, das für Fotografien geeignet ist.

Dias und Negative

Dias und Negative unterliegen natürlich ebenfalls einem Alterungsprozess. Im Gegensatz zu Papierbildern, die meist sorgfältig aufbewahrt werden, werden Negative häufig wenig beachtet in Kellern oder auf Dachböden, also in unbeheizten Räumen, gelagert. Hier sind diese  stark wechselnden Temperaturen, manchmal auch großer Feuchtigkeit und Schmutz ausgesetzt. Der Umgang mit Dias ist in der Regel etwas sorgsamer. Negative werden häufig noch nicht einmal in speziellen Hüllen aufbewahrt und lose in Kartons gesammelt.

Dies ist ihrer Lebensdauer natürlich nicht gerade zuträglich. Dias und Negative sollten in speziellen Kästen und Hüllen aufbewahrt werden, die dafür vorgesehen sind. Damit lässt sich eine einigermaßen geschützte Unterbringung realisieren, welche eine lange Lebensdauer erst ermöglicht. Hüllen sollten beispielsweise frei von Säuren sein. Auch die Unterbringung von Negativen in Briefumschlägen ist keine gute Idee. Allein durch das Bewegen der Negative im Umschlag kommt es zu irreparablen Kratzern. Die Säure des Papiers tut dann noch ein Übriges zur Zerstörung. Auch große Temperaturschwankungen sollte man bei langer Lagerung möglichst vermeiden.

Lagerung

Diese Schwankungen wirken sich nicht nur auf die Beschichtung aus, sondern auch auf das Material, dass dadurch schneller porös wird. Temperaturschwankungen, wie extreme Temperaturspitzen, die im Sommer auftreten können, sollten vermieden werden. Nicht umsonst archivieren Museen empfindliches Material in klimatisierten Räumen. Die wenigsten von uns haben allerdings solch eine Lagermöglichkeit. Auch die Idee, Negative und Dias im Kühlschrank zu lagern, ist mit Vorsicht zu genießen. Hierbei ist  unbedingt auf eine niedrige Luftfeuchtigkeit zu achten, und der Zugriff auf das „Archivmaterial“ sollte nur sehr selten und dann sorgsam erfolgen (Kondensfeuchtigkeit!).

Optimal für die Lagerung sind kühle Räume mit etwa 10 bis 15 Grad und mit einer geringen Luftfeuchtigkeit, die so um 25 Prozent liegen sollte. Bei Werten darunter wird die Gelatine brüchig. Wichtig ist zudem, für eine ausreichende Belüftung zu sorgen. Durch zu hohe Feuchtigkeit kann sich auf dem Filmmaterial Schimmel bilden. Gerade Dias in Glasrahmen neigen bei einem Wechsel der Temperaturen zur Bildung von Kondenswasser, wodurch die Schimmelbildung gefördert wird. Dias und Negative sollten zudem vor Licht geschützt werden. Zu den Lichtquellen zählt auch ein Scanner, der unter diesem Aspekt sorgsam zu verwenden ist.

Natürlich zerfallen die Farbstoffe von Dias und Negativen auch in der Dunkelheit, jedoch wesentlich langsamer. Manchem Filmmaterial wird eine Lagerfähigkeit von über 200 Jahren nachgesagt. Dies haben Labortests bestätigt. Bei richtiger Lagerung können Dias und Negative also demnach 200 Jahre und mehr überstehen. Das schafft meiner Ansicht nach kein digitales Speichermedium so zuverlässig. Selbst mit einer gut organisierten Sicherungsstrategie bleibt ein Rest Verlustrisiko. Natürlich kann es bei so einer Zeitdauer zu einem Qualitätsverlust kommen, der dann z. B. für die Farbstichigkeit verantwortlich ist.

Das gedruckte Bild

Bis jetzt hat sich kein Medium als dauerhafter erwiesen, als der analoge Ausdruck, also der Druck auf Papier. Er kann ohne Geräteeinsatz interpretiert werden, zwei gesunde Augen reichen. Er lässt sich einfach kopieren und gilt nach wie vor als langlebig. Viele Fotografen haben sich in der Vergangenheit zwar entschlossen, mit viel Aufwand ihr analoges Archiv zu digitalisieren, aber ob das der Weisheit letzter Schluss ist, bleibt für mich momentan noch offen.

 

Viele Experten sind heute noch der Meinung, dass die Digitalisierung niemals die analoge Bildsicherung ersetzen kann. Manche Institutionen und Museen sichern ihre Fotobestände wie Glasnegative auf extrem auflösenden und langzeitstabilen Mikrofilmen. So können Glas- und Filmnegative ohne nennenswerten Tonwertverlust aufbewahrt werden. Menschen sind Jäger und Sammler, das gilt auch für Fotos. Nicht nur für sich selbst möchte man Bilder erhalten, sondern auch für die Nachwelt Dokumente bewahren, die einem wichtig waren und deren Bedeutung nicht verschwinden soll.

 

Bis heute haben sich Bilder auf Glasplatten aus der Anfangszeit der Fotografie erhalten, ebenso wie erste Papierabzüge. Die Qualitätseinbußen in Form von Ausbleichungen oder auch Verfärbungen werden dabei selten als störend empfunden, sondern machen oft ihren besonderen Charme aus. Immer wieder gibt es auch heute noch Entdeckungen aus diesen frühen Zeiten der Fotografie. Glasnegative lagern noch in vielen Archiven von Fotosammlungen, Bibliotheken sowie Museen und sind eine wichtige historische Quelle.

Nicht nur wegen ihrer Schönheit, sondern auch wegen der Informationen, die Bilder über die Geschichte vergangener Zeit geben. Glasplatten wurden durch fotografische Filme abgelöst, die zu viel größerer Verbreitung der Fotografie führten. Genutzt werden sie z.B. noch in der Astrofotografie. Zum einem wegen ihrer Formstabilität, um große Flächen exakt auszumessen, zum anderen aber auch wegen ihrer Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse und damit ihrer unbegrenzten Haltbarkeit.

Fazit / Empfehlung

Da ich persönlich ein großer Fan des gedruckten Bildes bin, schließt sich hier der Kreis. Was bleibt von all den gesammelten Fotos für die Nachwelt? Die digitalen Werke in Form von Bits & Bytes werden oftmals keine 50 Jahre überstehen, während hochwertige Drucke heutzutage eine Haltbarkeit von 100 Jahren erreichen und ohne Einschränkungen betrachtet werden können. Viele Experten sind heute noch der Meinung, dass die Digitalisierung niemals die analoge Bildsicherung ersetzen kann.

Ich kann mich also nur wiederholen: Drucken ist die beste Datensicherung ever! Noch dazu ist Drucken „sexy“! Das Gefühl, ein großformatig gedrucktes Bild bei unterschiedlichem Tageslicht zu betrachten, es in die Hand nehmen zu können, das Papier zu fühlen, sind sinnliche und einzigartige Erfahrungen, die weder die Betrachtung am Monitor, geschweige denn am Smartphone bieten kann. Leute, druckt!!!!

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Letzte Aktualisierung am 28.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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