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Telezooms 150-600mm v. Sigma, Tamron und Nikon, Vorstellung.

Telezooms 150-600mm v. Sigma, Tamron und  Nikon, Vorstellung.

Für Freunde der Tierfotografie ist ein starkes Teleobjektiv als Festbrennweite ein Muß, allerdings auch ein sehr teueres! Eine Alternative sind Telezooms mit 150-600mm Brennweite. Damit beschäftigt sich dieser Artikel. Welches für Nikon verfügbare Telezoom, von Sigma, Tamron oder Nikon selbst ist die beste Empfehlung für eine Nikon Kamera. Sind diese Objektive überhaupt eine Alternative zu einer Festbrennweite?

Telezooms 150-600mm v. Sigma, Tamron

und Nikon

Telezooms v. Sigma, Tamron und Nikon150-600mm, Vorstellung

Allgemein

Wer ein langes Telezoom für seine Nikon Kamera benötigt wird zwangsläufig bei bei den drei Kandidaten von Sigma Tamron und Nikon landen. Alle drei sind auch für den engagierten Hobbyfotografen noch bezahlbar. Als Alternative habe ich abschließend noch das neue Nikon AF-S Nikkor 500mm f/5.6E PF ED VR* in diesem Artikel erwähnt. Preislich spielt es in einer etwas anderen Liga. Ist aber sicherlich was Abbildungsleistung und AF angeht auch hier etwas höher angesiedelt.

Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary* & Sports

Das Sigma 150-600mm gibt es in zwei Versionen als Contemporary oder Sports. Beide bieten mit optischem Bildstabilisator, Autofokus auf Utraschallbasis, Fokussierbegrenzer und Custom-Modi eine Vielzahl an Funktionen. Letzeres bieten etwa via USB-Dockingstation* individuelle Fokusanpassungen und beim Autofokus kann sogar im Servomodus der Fokus durch manuellen Eingriff überstimmt werden (MO-Modus). Zwei derzeit einzigartige Funktionen, die nur am Sigma vorhanden sind. Einen Wermutstropfen bildet lediglich der Nahbereich.

Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary* & Sports

Sigma 150-600mm Contemporary*, 1930gr, Nahgrenze 2,80m, Länge 260mm, ca.900€

Die Naheinstellgrenze von 2,8 Metern schränkt den Einsatzbereich dieses Objektives leider etwas ein. Der Bildstabilisator (OS) wurde speziell für die Fotografie sich schnell bewegender Objekte mit einem Beschleunigungssensor ausgerüstet. Dieser soll zudem erkennen, ob sich die Kamera im Hoch- oder Querformat befindet und so präziser arbeiten.

Der Tubus lässt sich über einen Zoom-Lock-Schalter auch außerhalb der Startbrennweite fixieren, um die Linse für den Transport vorzubereiten oder ein versehentliches Ausfahren zu vermeiden. Trotz des Kunstoffgehäuses hinterlässt das Sigma einen soliden und hochwertigen Eindruck!

Sigma 150-600mm f/5-6.3 DG OS HSM Contemporary* & Sports

Sigma 150-600mm Sports*, 2850gr, Nahgrenze 2,80m, Länge 260mm, ca.900€

Das Sigma 150 – 600 mm liefert auf allen Zoomstufen absolut überzeugende und scharfe Bilder. Weiterhin gilt dies in allen Bereichen bereits bei Offenblende. Sehr beeindruckend für ein Objektiv dieser Preisklasse! Lediglich in der Endbrennweite ist ein leichter Schärfeverlust festzustellen. Dennoch sind die Ergebnisse OK und ohne Vergrößerung kaum zu erkennen.

Die leichte kissenförmige Verzeichnung kann in der Nachbearbeitung schnell korrigiert werden und ist ohnehin kaum sichtbar. Zusammenfassend lässt sich feststellen das das Sports nocheinmal eine etwas höhere Schärfe liefert, wofür man allerdings ein erhebliches Mehrgewicht tragen, und wesentlich mehr Geld zahlen muss. Für die meisten sollte das Contemporary das bessere Gesamtpaket darstellen!

Tamron 150-600mm/5-6,3 Di VC USM G2*

Die Neuauflage des SP 150-600 soll laut Tamro zahlreiche Verbesserungen in der Abbilodungsleistung, der Abdichtung gegen Staub und Feuchtigkeit, der Autofokus-Geschwindigkeit und der Bildstabilisierung aufweisen. Das SP 150-600 G2 verfügt über drei Arten von VC (Bildstabilisierungs-Modus).

Eine neue Fluor-Beschichtung soll die Frontlinse vor Kondensation, Fingerabdrücken und Schmutz schützen und die Reinigung erleichtern. Der neue Flex Zoom Lock verriegelt funktioniert ähnlich wie bei Sigma, an jeder beliebigen Position oder entriegelt durch einfaches Schieben den Zoomring. Ein unbeabsichtigtes Zoomen wird dadurch unterbunden.

Tamron 150-600mm/5-6,3 Di VC USM G2*

Tamron SP 150-600mm*, 2010gr, Nahgrenze 2,20m, Länge 260mm, ca. 1100€

Deutlich verkürzt hat sich die Naheinstellgrenze (von 2,70 m) auf 2,20 m. Mit einem Linsenelement mehr im optischen Aufbau soll das Objektiv eine höhere Auflösung, eine verbesserte Schärfe und insgesamt eine bessere Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell liefern. Das bestätigen auch die Aufnahmen, die Bildqualität hat im Vergleich zum Vorgänger leicht zugelegt.

Nikon neue Spiegellose Kameras

Nikon AF-S 200-500 mm 1:5,6E ED VR*

Nikon hat bei dem AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR* auf eine Kombination aus Kunststoff und Metall gesetzt. Teile des Tubus und der Bajonettanschluss sind aus Metall. Einige Bereiche außen am Tubus bestehen aus hochwertigem Kunststoff. Der Kunststoff am AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR hat einige Vorteile. Das Objektiv wird damit viel leichter und wiegt so “nur” 2,3 kg. Kunststoff hat darüber hinaus andere thermische Eigenschaften als Metall, was gerade bei schwankenden Temperaturen vorteilhaft ist.

Alles in allem ist die Verarbeitung sehr gut. Einen kleinen Nachteil hat die recht “zierlich” gebaute Gegenlichtblende, die sich ab und zu löst, gerade wenn man die Kamera mit Objektiv aus dem Fotorucksack holt. Die Gummilippe am Bajonett verhindert ein Eindringen von Feuchtigkeit und auch sonst scheint das 200-500er gut gegen äußere Einflüsse geschützt zu sein.

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AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR*, 2300gr, Nahgrenze 2,20m, Länge 267mm, ca. 1300€

Weder Randabdunklung noch Farbsäume spielen eine große Rolle. Verzeichnungen sehr wohl. Kissenförmige Verzeichnungen fallen in der Praxis mehr auf als tonnenförmige. Die Verzeichnungen sind je nach Motiv durchaus gut  zu sehen, stören aber nur leicht und lassen sich mit moderner Bildbearbeitung ohnehin gut in den Griff bekommen. Dass dadurch das Bild etwas beschnitten wird, dürfte bei einem Tele meistens nicht weiter stören.

Die Bilder sind  bis zum Rand hin nahezu genauso scharf wie im Zentrum, der Unterschied ist eher akademischer beziehungsweise messtechnischer Natur und sollte in der Praxis keine große Rolle spielen. Insgesamt ist die Auflösung gut aber nicht überragend. Wie bei den meisten Zooms, erst recht bei extremen Teles, ist der Schwachpunkt das lange Brennweitenende.

Nikon AF-S Nikkor 500mm f/5.6E PF ED VR*

Das Nikon setzt wie das 2015 präsentierte AF-S Nikkor 300mm F4E PF ED VR auf eine Phasen-Fresnel-Linse (abgekürzt „PF“). Beim PF-Element handelt es sich um eine Linse mit besonders starker Beugung, chromatische Aberrationen werden dadurch wesentlich besser als von herkömmlichen Linsen reduziert.

Dies erlaubt den Bau eines vergleichsweise kleinen und leichten Objektivs. Gegenüber dem AF-S Nikkor 200-500mm F5,6E ED VR, das sich als Zoomobjektiv aber natürlich nur bedingt mit dem AF-S Nikkor 500mm F5,6E PF ED VR vergleichen lässt, bringt Nikons neues Superteleobjektiv fast 840g weniger auf die Waage und ist um 3cm kürzer.

Nikon AF-S Nikkor 500mm f/5.6E PF ED VR*

AF-S Nikkor 500mm F5,6E PF ED VR*, 1460gr, Nahgrenze 3,00m, Länge 237mm ca.3600€

Die Ausstattung des 500 mm PF ist umfangreich. Sie beginnt mit einer Stativschelle, geht über vier Fokushaltetasten, die Bildstabilisierungsmodi Normal (gleicht bis zu vier Blendenstufen aus) und Sport (für Mitzieher), Fokussierbereichsbegrenzer, Signaltonschalter, Memory-Funktion, elektromagnetischer Irisblendenmechanismus bis hin zur Nanokristallvergütung und Fluor-vergütetem Schutzglas der Frontlinse.

Für Schutz vor Wasser und Staub sorgen spezielle Abdichtungen. Die Abbildungsqualität ist wie beim AF-S Nikkor 300mm F4E PF ED VR, welches ich selbst besitze absolut untadelig! Scharf bis in die Ecken auch im Gegenlicht gut einsetzbar. Die Bilder sind kontrastreich und das Tele erzeugt mit nur minimale Verzerrungen. Das Bokeh entspricht ebenfalls den Erwartungen! Dazu die kompakten Maße und lediglich 1460 gr Gewicht. sicherlich eine Überlegung wert!

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Bewertung / Fazit

Wer auf das Geld achten muss, sollte sich das Sigma Contemporary genauer ansehen. Kein perfektes Telezoom aber für den aufgerufenen Preis lässt es sich mit Einschränkungen, wie nicht immer treffsicherer AF, etwas schmaler Fokusring und der hohen Naheinstellgrenze von ca. 2,80m durchaus leben. Die Bildqualität stimmt und das ist das wichtigste bei einem Objektiv.

Tamron hat seine Neuauflage des beliebten Telezooms an den entscheidenden Stellen verbessert. Das neue Objektiv macht einen robusteren Eindruck, der AF hat deutlich an Tempo zugelegt. Die Bildqualität war beim Vorgänger schon OK und hat nun nochmal leicht dazugewonnen.

Das AF-S Nikkor 200-500 mm 1:5,6E ED VR ist sicherlich ein empfehlenswertes Telezoom für Nikon Fans. Für so ein großes Objektiv ist es nicht einmal besonders teuer, besitzt aber eine gute Ausstattung und eine vernünftige Verarbeitung. Auch die Bildqualität kann sich in diesem Quartett sehen lassen. Der AF ist eher gemächlich unterwegs dafür aber ziemlich treffsicher.

Der letzte Kandidat toppt die drei Vorgänger in allen Disziplinen locker! Leider gilt das auch für den Preis! Ansonsten bekommt man hier wie es sich für eine Festbrennweite gehört das Maximum. Schneller AF gepaart mit geringem Gewicht und super Schärfe bis zum Rand sind eine absolute Empfehlung. Auf die Flexibilität eines Zooms muss man dann allerdings verzichten!

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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