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Stockfotografie für Anfänger, Teil 4 Bildbearbeitung & Orga.

Stockfotografie für Anfänger, Teil 4 Bildbearbeitung & Orga.

Heute geht es weiter mit Teil 4. Wir beschäftigen uns mit der Bildbearbeitung / Organisation und der Verschlagwortung sowie den Metadaten in der Stockfotografie. Von den meisten ein eher vernachlässigter Bereich. Allerdings liegt hier zum Teil der Schlüssel zum Erfolg.

Stockfotografie

Der eine Teil ist das eigentliche Bild. Ohne vernünftige Verschlagwortung (was für ein „sperriges“ Wort) wird es aber leider nicht gefunden. Wenn es nicht gefunden wird, kann es auch nicht verkauft werden. Daraus wir deutlich, das Bild kann noch so gut sein, ohne vernünftige Metadaten kein Verkauf!

Stockfotografie für Anfänger

Teil 4, Bildbearbeitung, Organisation, Verschlagwortung, Metadaten

Bildbearbeitung

Grundsätzlich sollte man bei der Bildbearbeitung auf eine professionelle und vielseitige Lösung setzen. Leider ist die Auswahl in den letzten Jahren nicht gerade stark gewachsen. Zu den Produkten der Fa. Adobe, hier Lightroom und Photoshop gab es lange Zeit nicht viel Alternativen. Zu nennen wären hier sicherlich Capture One, RAWtherapee und Darktable als Ausweichmöglichkeit für Lightroom. Für Photoshop scheint sich in jüngster Zeit mit Affinity Photo eine ernstzunehmende Alternative zu etablieren. Ich rate von Open Source Lösungen wie GIMP allerdings ab, außer man möchte viel Zeit in Einarbeitung und Pflege der Software investieren, anstatt seine Bilder zu produzieren.

Lightroom,logo,software

Ich selber arbeite seit langen Jahren mit den Produkten der Fa. Adobe und bin mit den Ergebnissen in der Regel zufrieden. Allerdings wäre mehr Vielfalt auch ein großer Wunsch von mir! Ein nicht unerheblicher Faktor ist die Unterstützung im Netz zu diesen Produkten. Egal wie außergewöhnlich die Frage auch ist, es findet sich immer irgendwo im Netz ein Lösungsansatz und Unterstützung für aktuelle Probleme. Die gesparte Zeit kann man dann in die Bilderproduktion investieren. Allerdings gibt es natürlich keinen allgemein verbindlichen Standard und jeder sollte mit dem arbeiten, was ihm persönlich vertraut ist.

Umfang

Die reine Bildbearbeitung ist in meinem Fall ziemlich schnell abgehandelt. Grundsätzlich erwarten die Agenturen Bilder, die korrekt belichtet, rauschfrei und mit ansprechenden Farben aufwarten können. Nichts wirklich Besonderes. Auf jeden Fall sollte man die Finger von übertriebener Bearbeitung (HDR, Schärfung, etc.) lassen. Denn wir liefern ja kein Endprodukt, sondern lediglich die Vorstufe für den Grafiker, welcher dann selbst seine Komposition „in Szene“ setzt. Wir liefern also Rohmaterial, was für möglichst viele Fälle passen sollte. Ich würde nach wie vor in RAW fotografieren, damit mir möglichst alle Optionen in der Bearbeitung erhalten bleiben.

  • Ein Kernpunkt in der Bildbearbeitung ist das Entfernen störender Bildelemente. Das können z.B. Logos sein, Sensorflecken oder auch andere Markeninitialen. Das Gröbste kann man mittlerweile schon relativ einfach in Lightroom erledigen. Nur für schwierige Fälle muss man noch zu Photoshop wechseln. Am besten achtet man natürlich schon während der Aufnahme darauf, möglichst wenig von diesen Markensymbolen aufzunehmen.
  • Bei Personenaufnahmen sind Zähne und die Haut kritische Bereiche, die nach erfolgreicher Bearbeitung relativ makellos erscheinen sollten.
  • Als Weiteres wären die „Freisteller“ zu erwähnen. Hierbei handelt es sich um  Motive vor weißem Hintergrund. Dies ermöglicht später die einfache Montage mit anderen Bildelementen. Sollte man sich für diesen Bereich interessieren, sollte man direkt zu Photoshop greifen.
  • Rauschen, chromatische Aberration und Unschärfe sind auf jeden Fall zu korrigieren.

ExifViewer-exif

Exif Viewer

Stockfotografie Verschlagwortung

Im Allgemeinen liegt hier ein Schlüssel zum Erfolg. Dieser Bereich ist enorm wichtig, leider aber auch arbeits – und zeitintensiv! Ohne eine grundlegende Verschlagwortung können die Bilder noch so gut sein, es wird sich kein dauerhafter und reproduzierbarer Erfolg in der Stockfotografie einstellen.

  • Die Software sollte IPTC Daten unterstützen, Titel, Beschreibung, Überschrift.
  • Lightroom eignet sich grundsätzlich hierfür, hat aber den Nachteil, die Keywords alphabetisch zu sortieren. Dies ist nicht immer gewünscht.
  • Alternative ist das Verwaltungsprogramm von Photoshop: die Software Bridge. 
  • Meine bevorzugte Sprache wäre Englisch.

Mit Titel und Beschreibung beginnt die „Verschlagwortung“. Hierbei ist keinesfalls ein künstlerischer Titel gemeint, sondern die sachliche, beschreibende Variante. Was? Wer? Wo? Wann? Wie? Warum? Der Titel sollte eher kurz sein  (mind. 5 max. 10 Worte), die Beschreibung die Bild-wichtigen Elemente erfassen und auflisten (max. 175 Zeichen). Der Zeitaufwand pro Bild sollte sich bei ca. 5 Minuten bewegen. Hierbei sollte man auf jeden Fall  schon gewissenhaft vorgehen und den Zeitrahmen versuchen auszuschöpfen.

Lightroom, metadaten,screenshot Stockfotografie

Lightroom Metadatenvorlage erstellen

Umfang

Bei der eigentlichen Verschlagwortung mit Keywords sind meines Erachtens 25 Suchwörter die untere Grenze. Nach oben würde ich bei 50 eine Grenze ziehen. Zu leicht gerät man sonst in den Bereich von Wiederholungen bzw. Keyword Spamming. Dies bedeutet, die Verwendung von Suchbegriffen, ohne dass diese auf den Bildern zu finden sind. Die Agenturen gehen relativ rigoros gegen solches Spamming vor.

Auf jeden Fall sollte man sich auch mit den Fachbegriffen (Freisteller= isolated on white, Textfreiraum=copy space etc) in der jeweiligen Fremdsprache vertraut machen. Weiterhin gibt es natürlich viele Suchwörter, die erst auf den zweiten Blick einleuchten. Hilfreich ist, sich hier einmal die Suchanfragen bei Google anzuschauen oder selbst zu überlegen, wie man z. B. ein Bild findet ohne Menschen, Suchbegriff  hier „nobody“. Das Ganze ist zum Teil schon eine Wissenschaft für sich.

  • Titel und Bildbeschreibung, sachlich beschreibend.
  • Titel 5-10 Worte.
  • Bildbeschreibung mx. 175 Worte.Was?Wer?Wo?Wann?Wie?Warum?
  • Sprachspezifische Suchwörter nutzen.
  • Kein Keyword Spamming!
  • Meistgenutzte Suchwörter bei versch. Agenturen.

Man sollte auf jeden Fall angemessene Zeit pro Bild für diese für die meisten Fotografen doch ungeliebte Arbeit investieren. Immerhin profitiert man hier über die gesamte „Lebensdauer“ des Bildes von den Suchergebnissen. Das zahlt sich dann letztlich in konkreten Einnahmen aus.

Exiftool

Exif Tool

Organisation, Metadaten

Haben wir die Bilder bearbeitet / retuschiert, schließlich beschriftet, hier ist es wieder das sperrige Wort verschlagwortet, geht es an den Export. Danach steht der Versand an die einzelnen Agenturen, in der Regel per FTP Programm an. Auf jeden Fall sollten wir uns von Anfang an ein gut strukturiertes Archiv anlegen. In der Regel, wenn wir in Deutsch und Englisch arbeiten, also zweigleisig und chronologisch.

  • Ausgabeform JPG.
  • Farbraum sRGB.
  • Auflösung maximal möglich Agenturabhängig.

All diese Daten sollten selbstverständlich mindestens einmal gesichert werden. Wenn man damit Geld verdient, würde ich eher zur doppelten Sicherung raten, auch gerne an unterschiedlichen Orten. Hier muss jeder für sich entscheiden, wie viel ihm die ganze Arbeit für die Stockfotografie wert ist.

In Teil 5 geht es dann um Marketing und Recht.

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Stockfotografie weitere Teile der Serie.

Weitere Lightroom Artikel findet ihr hier.

Meine Wissen Artikel gibt es hier.

Alles zur Nikon Technik hier.

 

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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