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Skylum veröffentlicht Luminar 3, endlich mit neuer Fotodatenbank!

Skylum veröffentlicht Luminar 3, endlich mit neuer Fotodatenbank!

Die von vielen vermisste Funktionalität einer Fotodatenbank soll nun tatsächlich am 18. Dezember 2018 in Luminar 3 verfügbar sein. So kann der Nutzer durch Verzeichnisse browsen und Bilder bewerten bzw. farblich markieren. Ein Import in eine Datenbank wie bei Lightroom ist nicht notwendig. Die Vergabe von Schlagwörtern ist aktuell noch nicht vorgesehen. Da der Hersteller weiterhin in kurzer Abfolge Updates nachreichen will, bin ich sehr gespannt, wie sich die Verwaltungsfunktionen entwickeln werden.

Hier kristallisiert sich dann auch für mich nach wie vor ein großer Kritikpunkt an dieser Software heraus: seit Erscheinen von Luminar reiht sich ein Update an das nächste. Bei mir hinterlässt diese Verkaufsstrategie den Eindruck einer erst halbfertigen Software. Egal, wie günstig Luminar auch ist, würden sich andere Hersteller so etwas erlauben, wäre der Unmut der Nutzer zu Recht groß.

Grundsätzlich bin natürlich auch ich froh über jede weitere Konkurrenz, die dazu führt, dass der Platzhirsch Adobe seine Produkte nicht mehr als quasi Monopolist vertreiben kann. Und ja, eine Software, die man noch einfach so kaufen kann und dann ohne wenn und aber sein Eigentum bleibt, finde ich bei den mittlerweile überwiegend angebotenen Abo-Lösungen auch sehr sympathisch!

Macphun/ Skylum, Luminar 3.0

Bildverwaltung

Mit Luminar 3 veröffentlicht Skylum ein Major-Upgrade seines als Einzelprogramm und Plug-in verwendbaren RAW-Konverters und Bildverarbeitungsprogramms für macOS und Windows. Ab 18. Dezember 2018 soll die neue Bibliothek dann integriert sein. Damit sind wir dann endlich in der Lage, innerhalb nur einer Applikation Bilder auf einfache und effiziente Weise zu importieren, zu organisieren, zu bearbeiten und zu veröffentlichen.

Mit der neuen Bibliothek zur Bildverwaltung wird das Skylum-Programm dann am 18. Dezember ausgestattet. Es wird dann auch möglich sein, mehrere Bilder gleichzeitig zu organisieren und zu bearbeiten. Damit wird aus der bisher reinen Bildbearbeitungssoftware bzw. dem RAW-Konverter, ein umfassendes All-in-one-Programm zur Verarbeitung und Organisation aller wichtigen Bildformate. Lightroom lässt grüßen.

Was ist noch neu?

Die neue Fotodatenbank funktioniert im übrigen ohne separate Datenbank. Es ist also nicht nötig, Fotos zur Verwaltung zuerst in das Programm zu importieren. Dabei ist es ganz gleich, ob die Bilddateien auf der Festplatte des Computers liegen, auf verbundenen Geräten oder gar in der Cloud. Das Editieren von IPTC-Daten ist zwar noch nicht möglich nach diesem Update, aber diese Funktion ist in der Luminar Roadmap für 2019 angekündig. Die Bibliothek von Luminar listet Fotos üblicherweise nach Aufnahmedatum, andere Sortierungen sind jedoch optional möglich.

 

Bilder lassen sich nun bewerten und mit Farbmarkierungen versehen. Außerdem bietet Luminar 3 die Möglichkeit, Fotos in Alben zu organisieren. Eine Bildübersicht lässt sich auch im Bildeditor einblenden. Luminar 3 kann Bildbearbeitungen automatisch synchronisieren, also Änderungen an einem Bild auf andere übertragen. Dies funktioniert unter anderem auf Basis der Accent-AI und AI-Sky-Enhacer-Filter, die Bilder mit künstlicher Intelligenz (AI, Artifical Intelligenz) optimieren. Eine Stärke von Luminar sind außerdem die vorgefertigten Looks, die sich schnell auf die Fotos anwenden lassen.

Alle nötigen Funktionen für selektive Anpassungen wie Verlaufsfilter, Radialfilter, Pinsel, Luminanzmaske und Werkzeuge wie Zuschneiden, Radieren, Frei Transformieren sowie Klonen & Stempeln sind vorhanden. Ein großer Pluspunkt ist aber auch die Ebenenfähigkeit, die außer dem wesentlich kostenintensiveren Capture One der Firma PhaseOne kaum ein anderer RAW-Konverter zu bieten hat. Und natürlich darf man auch nicht die zahlreichen fertigen Presets vergessen, mit denen tolle Resultate mit nur einem Klick erzielbar sind, die aber auch weiter anpassbar und z.B. als Ausgangspunkt nutzbar sind.

Die Bildbearbeitungen in Luminar 3 sind weiterhin nicht destruktiv. Das bedeutet, dass die Originalbilder nicht angetastet werden und beim Export ein neues Bild erstellt wird. Die Bildbearbeitung kann zudem auf allen Geräten synchronisiert werden. Außerdem können Änderungen auf mehrere Bilder angewendet werden. Das Luminar eigene Containerformat für die Bildbearbeitung scheint mir allerdings noch nicht der Weisheit letzter Schluss zu sein; zu große Dateien und zu träge!  Die Bildbearbeitungsmöglichkeiten umfassen eine Vielzahl an Filtern und Funktionen, die auch durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz realisiert werden konnten. Hier wären beispielhaft der Sky Enhancer und die Accent AI Filter  zu nennen. Auch Ebenenfunktionen, Masken und mehr sind in Luminar 3 enthalten.

 

Preise & Ausblick 2019

Hier kommen wir nun zu einem absoluten „NO GO“, was Luminar für mich bisher komplett disqualifiziert hat: das bisher nicht vorhandene Color Management. Dieses soll nun noch bis zum Ende des Jahres eine grundlegende Verbesserung unter Windows erfahren. Mit dem Update soll es dann möglich sein, Farben akkurat zwischen Luminar, Monitor und Geräten von Drittanbietern zu verwalten. Sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit für Bildbearbeitungssoftware mit ernsthaftem Anspruch sein! Laut Skylum ein weiterer wichtiger Schritt für den professionellen Umgang mit Farben. Bildbearbeitungssoftware ohne Farbmanagement geht eigentlich gar nicht!!!! Außerdem will Skylum virtuelle Kopien einführen.

Diese sollen es ermöglichen, verschiedene Bearbeitungsvarianten für eine Bilddatei zu erhalten. Professionelle Fotografen werden sich freuen, dass es in Luminar ebenfalls bald möglich sein wird, IPTC-Daten zu editieren. Auf dem Zettel steht ferner eine Funktion zur Übernahme von Bilddaten aus Lightroom. Luminar 3 ist ab dem 18. Dezember erhältlich. Das Update für Luminar-2018-Kunden ist kostenlos. Besitzer von Skylum-Produkten wie Aurora HDR erhalten ein Upgrade zum Sonderpreis von 49 Euro. Neukunden können Luminar 3 zu einem Sonderpreis von 59 Euro vorbestellen. Der Verkaufspreis für Luminar 3 mit Bibliotheken nach dem 18. Dezember beträgt 69 Euro. Für alle Anwender von Luminar 2018 ist das neue Luminar 3 als kostenloses Update mit der Garantie auf diverse weitere kostenfreie Updates bis mindestens Ende 2019 erhältlich.

Fazit / Empfehlung

Wer nach einem günstigen, aber trotzdem leistungsfähigen Rohdatenkonverter sucht, ist mit Luminar sicherlich nicht schlecht beraten. Gerade auch für Einsteiger bietet die Software eine übersichtliche Arbeitsoberfläche. Luminar bringt von Haus aus diverse Presets und Bildlooks mit, die sicherlich auch für Anfänger ein guter Einstieg in die Bildbearbeitung sein können. Die Arbeitsoberfläche lässt sich zudem recht individuell gestalten. Dies bedarf zwar einiger Vorkenntnisse und erfordert eine gewisse Einarbeitung in die Software. Mittlerweile bekommt man aber eine stabile  Software mit umfangreichen Funktionen zu einem nach wie vor konkurrenzlos günstigen Preis und ohne Abo Zwang!!

Natürlich ist auch das hochgelobte Luminar bei weitem noch nicht perfekt! Mit der jetzt nachgelieferten Fotoverwaltung ist die Software allerdings bei dem nach wie vor niedrigen Preis auf einem guten Weg, um Lightroom & Co ernsthaft Konkurrenz zu machen… sehr gut! Die nun verfügbare Fotodatenbank ist für mich maximal ein Anfang in diesem Bereich, benötigt aber noch einige weitere Updates für einen zufriedenstellenden Umfang. Nach wie vor halte ich diese Salami-Taktik des scheibchenweisen Nachlieferns von Funktionen außerdem nicht für besonders kundenfreundlich.

Meinen Artikel über Alternativen zu Lightroom findet ihr hier. Auch zum jetzigen Zeitpunkt ist Luminar für mich noch keine 100% Alternative zu Lightroom. Bildbearbeitungssoftware ohne funktionierendes Farbmanagement ist für mich ein Unding! Sieht man sich allerdings die Entwicklung von Luminar im letzten Jahr an, muss ich sagen: da steckt Potential drin. Luminar ist auf dem richtigen Weg! Außerdem belebt Konkurrenz das Geschäft und macht Adobe wieder etwas mehr Druck. Da kann man von der Software halten, was man will, allein dieser Aspekt verdient schon Respekt!

Zu meinen Fototipps geht es hier lang.

Meinen Artikel zu Lightroom Alternativen hier.

Hier findet ihr meine Lightroom Artikel

Für meine Videoseite geht es hier lang.

Zu mehr Fotowissen geht es hier.

 

 

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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