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Panoramen in Lightroom selbst erstellen, vom Foto zum Druck.

Panoramen in Lightroom selbst erstellen, vom Foto zum Druck.

Seit gut zwei Jahren benutze ich nun meinen Epson Drucker SC P800 ohne größere Probleme. Ich habe diverse Papiere ausprobiert und meine speziellen Favoriten gefunden. Was mir noch zu meinem Glück fehlte, war allerdings der Rollenpapierhalter für große Panoramadrucke. Diesen Wunsch habe ich mir nun vor kurzem erfüllt.

Panoramen in Lightroom selbst erstellen, vom Foto zum Druck.

Nachdem der aufgerufene Preis doch etwas schmerzlich war, überwiegt mittlerweile wieder die Freude. Damit bin ich nun endlich in der Lage, Panoramadrucke in 13 oder 17 Zoll zu erstellen. Zeit also, sich langsam mit der Panoramafunktion von Lightroom etwas genauer zu befassen. Hier nun mein Artikel Panoramen in Lightroom erstellen.

Wie mache ich das in Lightroom….?

Panoramen mit Lightroom erstellen. Vom Foto zum fertigen Druck!

Vorbereitungen in Lightroom

Manche Leute glauben, die Stitchsoftware würde nichts anderes tun, als die Einzelbilder nahtlos aneinander zu setzen. Das stimmt nur bedingt. Sie macht nämlich vorher noch einen entscheidenden Schritt: Je nach Projektion werden die Einzelbilder zunächst kräftig verformt, und zwar so, als würde man die Bilder auf eine Kugel, einen Zylinder oder eine ebene Fläche legen.

Besonders deutlich wird dies, wenn man mit einem Weitwinkelobjektiv arbeitet und dementsprechend große Bildwinkel erzeugt.

Panoramen mit Lightroom zusammensetzen.

Ihr werdet euch sich jetzt sicherlich fragen, mit welcher Projektionsart man arbeiten soll. Das ist abhängig vom Bildwinkel, vom Motiv und vom eigenen Geschmack! Diese Entscheidung muss auch nicht vor der Aufnahme getroffen werden. Dies macht man besser später am PC – hier kann man alle Varianten in Ruhe durchprobieren. Generell kann man aber sagen: kleine Bildwinkel = Flächenprojektion, große Bildwinkel = Zylinder- oder Kugelprojektion. Bei Bildwinkeln über 180 Grad kann man nur noch mit der Zylinder- oder Kugelprojektion arbeiten. Die Flächenprojektion scheidet aus, denn auf einer ebenen Fläche kann man nur das abbilden, was sich davor und nicht dahinter befindet.

Mit der Integration einer Panoramafunktion in Lightroom hat für mich das Zeitalter der Panoramafotografie begonnen. Damit konnte man ohne zusätzliche Software das Zusammensetzen des Panoramas erledigen. Der größte Vorteil war dann die anschließende Möglichkeit, das RAW File mit allen Werkzeugen von Lightroom weiter zu bearbeiten. Durch diesen unkomplizierten und einfachen Workflow ist die Panoramafotografie bei mir mittlerweile „Standard“ geworden. Benutzt man also Lightroom für das Zusammensetzen des Panoramas, bleibt einem eine komplizierte „Stitchsoftware“ erspart!

Man kann somit den gesamten Herstellungsprozess mit Lightroom erledigen! Eine Einstellmöglichkeit im Panoramafenster möchte ich jedoch noch erwähnen: dabei handelt es sich um die Möglichkeit, die Randverkrümmung einzustellen. Diese recht hilfreiche Funktion füllt fehlende Flächen an den Rändern und Ecken auf. Wer schon mal ein Panorama fotografiert hat, kennt das Problem: oft fehlen oben oder unten ein paar Bildinformationen, speziell bei den Fotos am Rand. Das passiert meistens, wenn man Panoramen aus der Hand schießt.

Schneidet man nun das Panorama einfach per Crop-Funktion, so schneidet man häufig auch wichtige Informationen ab. Durch die Randverkrümmung wird das Bild so verzerrt, dass die Ränder aufgefüllt werden. Sicherlich keine Wunderwaffe, da natürlich auch unschöne Effekte durch die Verzerrung auftreten können. Aber wenn mal wieder die entscheidenden Millimeter fehlen, dann wird man diese Funktion lieben! Sehr praktisch ist natürlich auch die Funktion, die einzelnen Bilder inkl. fertigem Panorama als Stapel zu gruppieren.

Panoramen mit Lightroom drucken.

Kommen wir nun zum letzten Schritt, dem eigentlichen Druck des Panoramas. Hier müssen wir zuerst über > Seite einrichten unser Papiermedium einstellen. Bei Quelle wählen wir Rollenpapier und bei Format entscheiden wir uns für „Benutzerdefiniert“.

Um nun die genauen Maße des Papier zu ermitteln, müssen wir kurz den Taschenrechner bemühen, da Lightroom uns die tatsächliche max. Druckgröße nicht direkt anzeigt. Im Gegensatz zu Photoshop.

Druckgröße berechnen

Dazu schauen wir also kurz in den Metadaten, wie groß das Bild in Pixeln tatsächlich ist. In unserem Fall nehmen wir die Maße aus der Zeile freigestellt, hier finden wir 17481 x 5855. Wir rechnen 17481 / 5855 = 2,99. Damit haben wir das Seitenverhältnis des Bildes. Dann schauen wir auf die Rollenbreite, welche wir verwenden wollen. In meinem Fall ein Rollenpapier von Tecco in 17 Zoll mit einer Breite von 43,2 cm. Daraus folgt 43,2 cm x 2,99 = 129,2 cm max. Druckbreite für das vorgegebene Rollenformat. Die insgesamt größte mögliche Druckbreite können wir mit folgender Formel bestimmen: Breite des Bildes in Px / 300 dpi x 2,54. Daraus ergibt sich bei unserem Beispiel 17481 / 300 x 2,54 = 148 cm.

Bei einem Seitenverhältnis von 1:2,99 können wir eine max. Fläche von 148 cm x 50 cm drucken bei 300 dpi Auflösung. Mit der Auflösung könnten wir sicherlich noch bis ca 230 dpi heruntergehen, da man solche Bilder ja mit einem gewissen Abstand betrachtet. Somit lässt sich für eine Auflösung von  z.B. 230 dpi folgender Wert ermitteln; 17481 / 230 x 2,54 = 193 cm max. Druckbreite. Bei einem Seitenverhältnis von 1 : 2,99 ergibt sich eine max. Fläche von 193 x 64 cm. Das sind schon absolut beachtliche Werte, und das gedruckte Ergebnis ist dann  beeindruckend, wenn man es vor sich an der Wand hat! 

Nun geht es an die Druckereinstellungen. Wir rufen links unten über> Seite einrichten das Fenster für die Papiereinstellungen auf. Bei Quelle wählen wir Rollenpapier, und bei Format entscheiden wir uns für „Benutzerdefiniert“. Im anschließend erscheinenden Fenster tragen wir nun also für die Papierbreite 43,2 cm für unsere Rollenbreite ein, und für die Länge unser dafür errechnetes Ergebnis von 129 cm.

Lightroom Wissen Inhaltsübersicht

Papierformat erstellen

Im sich öffnenden Programmfenster sehen wir daraufhin ein voreingestelltes „Bannerformat“, was noch nicht kpl. Ausgefüllt ist. Dies können wir umgehend ändern, indem wir im rechten Menü unter Zellengröße die Regler auf unser zuvor eingestelltes maximales Druckformat ziehen. In unserem Fall also 43,2 cm x 129,0 cm. Zusätzlich, wenn randloser Druck gewünscht wird, müssen natürlich noch die „Ränder“ im Menü rechts direkt darüber auf „Null“ gesetzt werden!

Panoramen formatfüllend „öffnen“

Daraufhin füllt unser Panorama das gesamte Banner kpl. aus. Das bedeutet also, wir haben alles richtig gemacht. Das Papierformat können wir natürlich für die Zukunft dauerhaft speichern. Allerdings ist jedes Panorama von den Maßen her unterschiedlich, und wir müssen in der Regel immer wieder den Taschenrechner für die genaue Druckgröße bemühen.

Zusammengefasst

  • Zuerst ermitteln wir das Seitenverhältnis des Panoramas anhand der Metadaten mit Hilfe der Pixel Abmessungen.
  • Im Anschluss ermitteln wir unter Verwendung der Rollenbreite die maximal mögliche Länge des Panoramas dafür.
  • Anschließend erstellen wir ein benutzerdefiniertes Rollenpapier im Epson Druckertreiber mit den zuvor errechneten Werten für Länge & Breite.
  • Schließlich können wir im Programmfenster unsere Berechnungen und Einstellungen anhand des vorgefundenen Bannerformates überprüfen.
  • Sieht alles gut aus und entsprechen die Werte unseren Vorgaben, kann gedruckt werden.
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Fazit / Empfehlung

Wer einmal ein Panorama in 17 Zoll Breite und 150 cm Länge gesehen und anschließend an seiner Wand betrachtet hat, wird verstehen, warum ich dieses Zubehör für den Epson SC P800 unbedingt noch haben musste. Zusätzlich kann man mit Verwendung von Rollenpapier die Papierkosten bei normalen A2 / A3 Drucken um ca. 20 -30 % verringern.

Also, wenn man lange genug von der Rolle druckt, dann……….Ok, das Teil bleibt eine kostspieliges Zubehör. Mitunter gibt es Drucker und Rollenhalter auch zu einem günstigen Kombipreis, und man bekommt diesen dann faaast umsonst! Ich würde ihn nur ungern wieder hergeben. Weitere interessante Artikel zu Lightroom findet ihr hier.

Mein Artikel „Bilder drucken Basics“, findet ihr hier.

Mein Erfahrungsbericht zum Epson SC P 800 hier.

Meine Reihe Drucken Fine Art Printing hier.

Meine Buchempfehlungen hier.

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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