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Panoramen erstellen aber wie?

Panoramen erstellen aber wie?

Vor einigen Jahren noch war die Aufnahme und Entwicklung von Panoramen eine Wissenschaft für sich. Man brauchte diverse Technik und Zusatzsoftware um diese Problemstellung zu bewältigen. Seitdem Lightroom eine Panoramafunktion integriert hat, welche einfach zu bedienen ist und noch dazu zuverlässige Ergebnisse liefert, ist die Erstellung von Panoramen  für die meisten ohne Schwierigkeiten möglich.

Auch für die Aufnahme benötigt man nicht unbedingt Spezialtechnik. Gerade, wenn man neu einsteigt und diese Funktion ausprobieren möchte empfehle ich erst einmal auf teure Neuanschaffungen zu verzichten. Nach dem Motto: „Halte es einfach“!

Panorama-Aufnahme mit der Kamera erstellen.

Panorama-Aufnahmen mit einer Kamera aufzunehmen, stellt heutzutage kein größeres Problem mehr da. Für die Aufnahme von Fotos für Panoramen ist ein Punkt allerdings sehr wichtig: den Autofokus der Kamera zu deaktivieren. Panoramabilder selbst anzufertigen, ist recht einfach: Man fotografiert die Landschaft, allgemein das Motiv nach und nach in Einzelbildern und dreht die Kamera zwischen den Aufnahmen so weit, dass sich die Einzelaufnahmen um etwa 20 bis 30 Prozent überlappen.

Diese werden anschließend mit geeigneter Software zu einem Bild im Breitformat zusammengesetzt. Da die Kamera im Idealfall genau an der optischen Achse zu rotieren ist, sollte man auf keinen Fall mit ausgestreckten Armen fotografieren, sondern die Kamera möglichst nahe am Kopf halten. In der Regel werden die Einzelbilder im Hochformat aufgenommen. Im Gegensatz zum Querformat kann so ein wesentlich größerer Bereich der Umwelt im Bild erfasst werden.

Ein Panoramakopf für das Stativ übernimmt genau diese Funktion: er ermöglicht das Drehen des Systems um das Zentrum der Eintrittspupille des Objektives, auch „Nodalpunkt“ oder „optisches Zentrum“ genannt.

Dadurch wird beim Schwenken eine Parallaxenverschiebung zwischen Vorder- und Hintergrund vermieden, was für das spätere Zusammensetzen der Einzelaufnahmen von großer Bedeutung ist. Nur so kann die Stitchsoftware fehlerfrei arbeiten und ein optimales Ergebnis liefern. Beim Fotografieren sollte man außerdem auf möglichst gleiche Lichtverhältnisse achten.

Empfehlenswertes Panoramazubehör.

Ein Stativ ist für ein gelungenes Panoramabild nicht zwingend notwendig. Auch aus der Hand heraus lassen sich tolle Aufnahmen machen, die später zu schönen Panoramen zusammengesetzt werden können. Allerdings braucht man dafür ein ruhiges Händchen. Wer das nicht hat oder Blickwinkel von mehr als 180 Grad abbilden möchte, für den empfiehlt sich durchaus die Verwendung eines Stativs. Auch Motive, die sich relativ nah an der Kamera befinden, lassen sich so besser ablichten.

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Für optimale Ergebnisse nutzen Profifotografen spezielle Panorama-Stativköpfe. Diese sogenannten Nodalpunktadapter sorgen dafür, dass das Kameraobjektiv in die Drehachse des Stativs ausgerichtet wird. So können perspektivische Verzerrungen und Verschiebungen vermieden oder zumindest auf ein Minimum reduziert werden. Das nötige Kleingeld vorausgesetzt, erledigen motorisierte Panorama-Stativköpfe die Arbeit fast automatisch.

Den Autofokus, wie oben schon erwähnt, vorher auf jeden Fall deaktivieren und vorab manuell scharf stellen. Hat man Zeit und ein Stativ dabei, ist die Benutzung sehr zu empfehlen. Allerdings lassen sich für den Anfang Panoramen natürlich auch komplett ohne weitere technische Hilfsmittel wie Panoramakopf oder Stativ erstellen. Wenn man sich etwas konzentriert und die obigen „Eckpunkte“ beherzigt, lassen sich durchaus beeindruckende Bilder aus der Hand erstellen. Übrigens sind alle Bildbeispiele auf dieser Seite genau so entstanden. Sozusagen im Vorbeigehen, ohne weitere technische Hilfsmittel.

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Zusammengefasst

  • Ideal ist es, wenn man die Belichtung der Einzelaufnahmen konstant halten, also mit dem Programm M arbeiten kann. Sollte dies nicht möglich sein, weil die Helligkeit zwischen den Einzelaufnahmen stark variiert, so empfehle ich das Programm Av, bei dem eine feste Blende vorgegeben wird.
  • Die optimale Blende liegt im mittleren bis hinteren Bereich zwischen 8 und 16. Hier hat man genügend Tiefenschärfe und nur wenig Probleme mit der Vignettierung (Randabschattung) des Objektives.
  • Die Schärfe sollte man auf das Hauptmotiv legen und danach den Autofokus abschalten.

Viele moderne Kameras, allen voran kleine Kompaktkameras und Smartphones, haben bereits integrierte Panoramafunktionen, mit denen man spielend einfach ein gutes Panoramafoto erzeugen kann. Wem die Arbeit mit den Teilbildern anfangs zu aufwendig erscheint oder wer wenig Erfahrung mit professionellen Bildbearbeitungsprogrammen hat, für den ist das evtl. zu Beginn erst einmal eine einfache Alternative.

Panorama Landschaft

Achtet aber auch hier darauf, dass ihr die Kamera nicht um sich selbst dreht, sondern immer um die Kameraachse. Dafür bieten sich neben einem Stativ auch andere Hilfsmittel an. Stellt eure Kamera beispielsweise auf eine Mauer oder einen kleinen Vorsprung und dreht sie dann darauf. So werden die Ergebnisse besser und Verzerrungen vermieden.

Fazit / Empfehlung

Panoramafotografie bedarf eigentlich für den Anfang oder Einstieg nicht viel zusätzliche Technik! Ein Stativ ist hilfreich, muss aber nicht sein. Ein Panoramaadapter oder auch ein sogenannter Nodalpunktadapter ist ebenfalls zu Beginn eher hinderlich. Ich empfehle wie immer mit wenig oder allenfalls einfacher Technik zu beginnen.

Hat man dann Gefallen an der Panoramafotografie gefunden, kann man immer noch jede Menge Geld ausgeben. Dann gilt es, mithilfe der Technik die Qualität der Aufnahmen zu verbessern. Man sollte sich dann allerdings auch darüber bewusst sein, dass diese auch transportiert montiert und benutzt werden will. Damit wird die Qualität der Aufnahmen zwar besser, die Panoramafotografie aber nicht unbedingt einfacher!

Genauso sieht es bei der sog. Stiching Software aus. Hier kann man ebenfalls mit integrierten Lösungen wie in Lightroom vorlieb nehmen oder zu professionellen Standalone Software wie Hugin greifen. Auch hier reicht für den Anfang m.E. Lightroom oder andere Freeware. Wer sich für den Panoramadruck interessiert findet hier einen Artikel von mir dazu. Am 15.05.2015 erscheint mein Artikel Lightroom Panoramen erstellen und drucken.

Meine Buchempfehlungen könnt ihr hier einsehen.

Meine Videoseite gibt es hier.

Alles zu Lightroom gibt es hier.

 

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Letzte Aktualisierung am 8.08.2022 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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