La Gomera, erste Bildeindrücke vom Wanderparadies!
La Gomera, erste Bildeindrücke vom Wanderparadies! Wer meinen Blog verfolgt, weiß, dass wir die letzten Jahre viel auf Madeira unterwegs waren. Die Insel fasziniert einen immer wieder mit der vielfältigen Natur und dem ausgeglichenem Klima. Allerdings ist die Anreise aus Hamburg oft schwierig, da die Flüge begrenzt und entsprechend teuer sind.

Obwohl Madeira bedingt durch das ganzjährig milde Klima zu jeder Jahreszeit eine Reise wert ist, sind die Temperaturen im Februar und März häufig gerade nachts auch recht frisch. Dazu gesellt sich dann noch der eine oder andere Regenschauer, was speziell beim Wandern eher suboptimal ist. Nicht umsonst ist die Insel so grün!
Die Kanarischen Inseln
Aus diesen Gründen haben wir uns letztes Jahr zum ersten Mal für die Kanarischen Inseln als Urlaubsziel entschieden. Genauer gesagt für die zweitkleinste Insel La Gomera. Die Kanarischen Inseln oder Kanaren sind eine geologisch zu Afrika, politisch zu Spanien (und damit zur EU) und biogeografisch zu Makaronesien gehörende, aus acht bewohnten und einer Reihe unbewohnter Inseln bestehende Inselgruppe im östlichen Zentralatlantik, etwa 100 bis 500 Kilometer westlich der Küste von Marokko. Da es uns dort 2024 hervorragend gefallen hat, war La Gomera auch 2025 wieder für zehn Tage unser Wanderziel im Frühjahr.

Das subtropische Klima der Kanaren ist aufgrund seiner Nähe zum nördlichen Wendekreis zwischen dem 27. und 29. Breitengrad das ganze Jahr über angenehm, was dem Archipel den Beinamen Inseln des ewigen Frühlings eingebracht hat. Der gleichbleibend kühle Kanarenstrom, ein Teil des Golfstroms, gleicht die Temperaturen aus, und der Nordostpassat hält die heißen Luftmassen aus der nahen Sahara meist fern und bringt vor allem an den Nordküsten der Inseln bisweilen Niederschläge.(Wikipedia)
La Gomera
Die Insel La Gomera liegt rund 1300 Kilometer vom spanischen und 300 Kilometer vom afrikanischen Festland entfernt. Die Entfernung vom nächstgelegenen Fährhafen Los Cristianos auf Teneriffa beträgt 38 Kilometer. Mit einer Fläche von 369,76 km² hat die Insel einen Anteil von 4,94 Prozent an der Fläche aller Kanaren. Im Jahr 2019 hatte La Gomera 22.100 Einwohner, was einer Bevölkerungsdichte von ca. 58 Einwohnern pro km² entspricht. Der 1487 Meter hohe Alto de Garajonay im Nationalpark Garajonay ist die höchste Erhebung der Insel.
Die kanarische Insel La Gomera besteht aus mehreren Vegetationszonen, die aufgrund ihrer Höhenlage und ihres Mikroklimas sehr unterschiedlich sind. Im Norden der Insel finden ab 500 Metern Höhe dichte Lorbeerwälder und immergrüne Farne durch stete Wolkenbildung die besten Wachstumsbedingungen. Oberhalb einer Höhe von 1000 Metern gehen sie fließend in einen Heidemischwald über, bestehend aus Gagelstrauch (Faya) und Baumheide (Brezo).
La Gomera überrascht einen mit ihrer Vielseitigkeit. Es gibt traditionsreiche Dörfer und wildromantische Täler im Norden. Das liebliche Valle Gran Rey mit seinen Dattelpalmen im Westen und schroffe Schluchten und malerische Bergdörfer im Süden. Der Nationalpark Garajonay im zentralen Hochland der Insel ist seit 1986 ein UNESCO-Weltnaturerbe und wurde zum europäischen Vogelschutzgebiet erklärt. Mystische Nebelwälder, Lorbeerbäume und bizarre Basaltformationen wie der Roque de Ojila ziehen Besucher und Wanderer in ihren Bann.

Die Landschaft
La Gomera muss man entdecken, am besten zu Fuß auf den zahlreichen Wanderwegen oder per Roundtour mit einem Mietwagen. Viele Aussichtspunkte, Miradors mit Parkbuchten ermöglichen traumhafte Ausblicke auf die Umgebung und je nach Höhe über die gesamte Insel.
Unsere hohen Erwartungen konnte La Gomera 2024 nicht nur erfüllen, sondern noch übertreffen! Dort angekommen bemerkt man direkt die Ruhe und Entspanntheit, die über der Insel liegt. Wenig Touristen, insgesamt wenig Menschen und ebenfalls kaum Verkehr oder gar Autolärm. Im Vergleich zu Madeira geht es hier viel ruhiger und beschaulicher zu. Eine sehr angenehme Erfahrung!
Auf gut ausgebauten, aber sehr kurvigen Straßen lässt sich die Insel in aller Ruhe erkunden. Der Verkehr ist abseits der Hauptstadt gering bis gar nicht vorhanden. Man kann anhalten und fotografieren oder einfach nur im langsamen Bummeltempo die Landschaft genießen. Unzählige Miradors, Aussichtspunkte liegen am Wegesrand und laden dazu ein anzuhalten.

Die Natur
Die Natur auf La Gomera weist viele spezialisierte Pflanzen auf. Am zentralen Bergmassiv des Garajonay scheiden sich Klima und Vegetation. Passatwolken sorgen im Norden für üppiges Grün, den trockenen Süden prägen Sukkulenten. Was auch bedeutet, dass der Süden sehr sonnenverwöhnt ist. Wir hatten Tage mit 25° unterhalb von Alajero, während es oben im Garajonay Nationalpark kaum 15° waren.
Wer den Nebelwald von Madeira kennt und liebt, wird sich auf La Gomera im Garajonay Nationalpark im Paradies wiederfinden. Der Lorbeerwald, den diverse Wanderwege durchziehen, ist dermaßen dicht gewachsen und von urwaldähnlichem Charakter, dass es eine wahre Freude ist diesen zu durchstreifen. Es bieten sich hier Fotomotive in Hülle und Fülle! Alle Bilder von La Gomera.
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Fazit / Empfehlung
La Gomera überrascht auf ganzer Linie positiv! Es hat bis auf die Levadas alles, was auch Madeira auszeichnet, ist aber kleiner, viel ruhiger und weniger besucht. Wer wandern möchte, die Natur liebt, Ruhe und Abgeschiedenheit sucht ist auf La Gomera genau richtig! La Gomera ist eine echte Alternative zu Madeira. Allerdings ist es, was die Wanderungen betrifft, deutlich anspruchsvoller. In der Regel sind die zu überwindenden Höhenmeter um einiges größer als auf Madeira.

Hier sind viele der Levadawanderungen fast ohne nennenswerte Steigung. La Gomera fordert hier deutlich mehr Kondition. Das Klima ist um die entscheidenden 2-3° milder und kühlt auch nachts weniger ab. Regen ist in diesen Monaten ebenfalls kein großes Problem, so lässt es sich auch im Februar und März entspannt ein Wanderurlaub auf La Gomera verbringen. Wir werden wiederkommen!
Interessante Wandertouren gibt es hier.

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