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Harz, Brockenaufstieg über das Eckerloch.

Harz, Brockenaufstieg über das Eckerloch.

Der Weg von Schierke durch das Eckerloch zum Brocken ist einer der traditionsreichsten und beliebtesten Wanderwege des Harzes. Der recht steile Steig durch das Eckerloch im Südhang des Bro­ckens ist ein populärer und entsprechend frequentierter Zustieg zum höchsten Gipfel des Harz, den Brocken (1.142 m).

Harz, Brockenaufstieg über das Eckerloch.

Der teils mühsame Aufstieg über Steine und Wurzeln erfordet auf jeden Fall festes Schuhwerk und etwas Trittsicherheit, wird dann aber mit einem traumhaften Panorama auf Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und den Nationalpark Harz belohnt.

Harz, Brockenaufstieg über das Eckerloch.

Der Harz, bis ins Mittelalter Hart (‚Bergwald‘) genannt, ist ein Mittelgebirge in Deutschland und das höchste Gebirge Norddeutschlands. Er liegt am Schnittpunkt von Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Anteil am Harz haben im Westen die Landkreise Goslar und Göttingen.

Im Norden und Osten die Landkreise Harz und Mansfeld-Südharz und im Süden der Landkreis Nordhausen. Der Brocken ist mit 1141,2 m ü. NHN der höchste Berg des Harzes und Sachsen-Anhalts. Quelle Wikipedia

Wanderung

Kurzer Aufstieg ist natürlich nicht immer gleichbedeutend mit leichtem Aufstieg. Der Anstieg zum Brocken von Schierke aus ist durchaus knackig. Schierke liegt auf rund 620m, das heißt, da kommen dann noch einige Höhenmeter drauf. Aber man kann Aufstieg oder Abstieg natürlich auch mit der Brockenbahn machen und sich so eine Wegstrecke sparen.

Die einfache Streckenlänge inkl. Rundweg auf dem Gipfel liegt bei ca. 7,5 km. Der Eckerlochstieg kommt von Süden und stößt auf die Brockenstraße, die zur Kuppe führt. Startpunkt zur Wanderung für Gipfelstürmer ist an der Brockenstraße. Auf jeden Fall sollte man sich zu Saisonzeiten auf viel Begleitung bei der Wanderung einstellen. Allein und einsam den Gipfel zu erklimmen, funktioniert auf dieser Route eher nicht!

Über die Schluftwiesen

Nachdem wir zunächst ein kurzes Stück auf der Brockenstraße gewandert sind, biegen wir nach dem Wasserwerk und der Überquerung des Schwarzen Schluftwassers rechts ab und folgen der Ausschilderung „Brocken über Eckerloch“. Im Tal des Schwarzen Schluftwassers („Schluft“ von Schlucht) wird der Weg nun steiler und steiniger. Der Bach entspringt in einem Quellmoor am Südhang des Brockens.

Birken, Schwarzerlen und Weiden begleiten den Bachlauf und heben das kleine Tal von den dunklen Fichtenwäldern der Umgebung ab. Bis zur Überquerung der Brockenbahn wandern wir durch Wälder, die einmal vom Menschen angepflanzt und bis in die jüngere Vergangenheit genutzt wurden. Naturwälder konnten dann den steigenden Holzbedarf nicht mehr befriedigen und mussten daher Forsten weichen, die fast ausschließlich aus schnellwachsenden Fichten bestanden.

Seit der Ausweisung des Nationalparks entstehen aus diesen „Wirtschaftswäldern“ nun wieder naturnahe Bergmischwälder. Laubbäume, wie Buche in den tieferen und Bergahorn oder Eberesche in den höheren Lagen, erobern ihre angestammten Plätze zurück. Mitunter ist hierzu die Starthilfe des Menschen in Form von gezielten Pflanz- und Schutzmaßnahmen innerhalb des Nationalparks erforderlich. Nach der Überquerung der Brockenbahntrasse ist es nicht mehr weit bis zur Schutzhütte am Eckerloch. 

Eckerlochstieg

Vor dem steilen Aufstieg über den Eckerlochstieg empfiehlt es sich, hier eine Verschnaufpause einzulegen. Über z.T. große Steine führt der Weg nun durch einen naturgewachsenen Bergfichtenwald. Vom Menschen völlig unbeeinflusste Urwälder gibt es in Mitteleuropa eigentlich nicht mehr. Es existieren aber wenige Reste noch sehr naturnaher Wälder, zu denen der 1000 ha große Wald an den oberen Hängen des Brockens sicherlich gehört.

Das raue Klima, die geringe Wuchsleistung der Bäume und die schwere Zugänglichkeit verschonten diesen Wald weitgehend vor Nutzung. Dieser Wald, in dem Fichten aller Altersstufen zwischen moos- und flechtenbewachsenen Felsen ihren Platz gefunden haben bietet spektakuläre Einblicke in die Natur. Totes Holz bietet Lebensraum für Pilze, Insekten und Tiere. Farne und Gräser bestimmen das Bild der Bodenflora.

Brocken Gipfel

Nachdem wir die Brockenstraße erreicht haben, auf die wir links einbiegen, wird der Wald lichter, bis sich nur noch wenige bizarre Baumgestalten gegen den immer stärker werdenden Wind stemmen können. Bei ca. 1.100 m ü. NHN erreichen wir die Waldgrenze am Brocken. Sie ist als nördlichste natürliche Waldgrenze in Zentraleuropa und besonders wertvoll für den Naturschutz.

Als windreichster Berg Deutschlands zeichnet sich der Brocken durch ein besonders rauhes Klima aus. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei 1.600 mm/ Jahr, und die Jahresmitteltemperatur beträgt ca. 4 °C. Der Brocken ist klimatisch vergleichbar mit Island. Aufgrund dieses außergewöhnlichen Klimas hat der Brocken als einzige Erhebung der deutschen Mittelgebirge eine waldfreie Kuppe.

Oben angelangt sieht man entweder weit, klar und deutlich, oder es ist neblig eingetrübt. Die Wahrscheinlichkeit für letzteres ist eher hoch, denn 307 Tage im Jahr passiert genau das. Im Juli hat es dort oben durchschnittlich 10,3° C. Für Abkühlung nach dem schweißtreibenden Aufstieg ist also gesorgt! Auf dem Gipfel angekommen, sollte man diesen auf jeden Fall noch auf dem ausgeschilderten Rundweg umrunden.

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Fazit / Empfehlungen

Mal wieder eine schöne Tour im Harz. Allerdings sind die vielen Menschen, die hier mittlerweile so unterwegs sind, nicht immer so meins. Wer also die Möglichkeit hat, etwas außerhalb der Saisonhochzeiten diese Tour einzuplanen, dem würde ich dringend zuraten. Ansonsten relativ kurzer aber fordernder Aufstieg mit Empfehlung zu stabilem Schuhwerk, da teils sehr steinig und wurzelig. Eine Empfehlung ist auf jeden Fall, eine Strecke mit der Schmalspurbahn einzuplanen. Wie man am unteren GPS Track erkennen kann, haben wir uns für den Abstieg auch für die gemütliche Bahnfahrt  entschieden.

Wenn man dann noch eine der seltenen klaren und fast windstillen Tage auf dem Gipfel erwischt, sollte man die tolle Aussicht reichlich genießen! Weitere Bilder vom Harz & Brocken gibt es hier. Wer auf der Suche nach Ausflugszielen in der Natur in Deutschland ist, dem empfehle ich das Buch,“ Deutschlands letzte Paradiese*“. Wer die Nationalparks in Deutschland besuchen möchte, findet mit „Deutschlands Landschaften fotografieren*“ einen Tipp von mir.  Alle meine Buchempfehlungen findet ihr hier.

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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