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Fototipp, Folge 30: Grundlagen für beeindruckende Landschaftsaufnahmen.

Fototipp, Folge 30: Grundlagen für beeindruckende Landschaftsaufnahmen.

Grundlagen für beeindruckende Landschaftsaufnahmen. Landschaften zählen mit zu den beliebtesten Fotomotiven überhaupt. Für Landschaftsaufnahmen muss man nicht unbedingt in die Ferne reisen. Natürlich ist das Unbekannte reizvoller als die nähere Umgebung, die wir kennen. Unsere gewohnte Umgebung beeindruckt uns oft weit weniger, was eigentlich sehr schade ist.

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Ich für meinen Teil bin sehr gerne bei mir vor der Tür unterwegs in Schleswig-Holstein & Norddeutschland. Diese flache und auf den ersten Blick wenig abwechslungsreiche Landschaft hat durchaus ihre Reize! Allerdings gilt es, diese auch zu entdecken.

Fototipp, Folge 30

Grundlagen für beeindruckende Landschaftsaufnahmen vor der Haustür!

Wie gelingen richtig tolle Landschaftsaufnahmen?

Gut gerüstet zu sein ist die halbe Miete für überzeugende Landschaftsaufnahmen. Gerade in der kalten Jahreszeit sollte man sich warm und regenfest anziehen, das betrifft nicht nur die Oberbekleidung, sondern  gerade auch die Schuhe. Ist man in einer unbekannten Landschaft unterwegs, ist es ratsam, sich im Vorfeld die entsprechenden Landkarten zu besorgen. Bei einem Maßstab von 1:25.000 geben diese einen tollen Überblick über die Gegend.

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Dosenmoor Schleswig-Holstein

Immer beliebter ist die Navigation im Gelände über Smartphones, die natürlich auch noch weitere Informationen bereithalten, die für den Landschaftsfotografen von Interesse sein könnten. Wer auf Smartphones setzt, sollte auf vollgeladene Akkus achten, denn die Navigationssoftware verbraucht viel Strom. Eine Power Bank sollte auf jeden Fall mit dabei sein.

Rechtzeitig losgehen

Eine Landschaft in der prallen Mittagssonne ist meist langweilig, flach und emotionslos. Die beste Zeit, eine Landschaft zu fotografieren, ist deshalb der Moment, in dem das Licht wechselt. Also, wenn die Nacht zum Tag wird oder wenn die Sonne langsam untergeht. Deshalb ist es wichtig, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen und auch einen Zeitpuffer einzuplanen.

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Nordbrandenburg

Gleiches gilt übrigens bei schlechtem Wetter. Am dramatischsten werden Fotos, die aufgenommen werden, wenn sich das Wetter gerade wieder bessert. Das heißt, der Fotograf muss losgehen, solange es noch regnet.

Sich Zeit nehmen

Bilder, die in Hektik entstehen, sind meist Schnappschüsse. Deren Qualität reicht aber oft nicht an das heran, was man von einer tollen Landschaftsaufnahme erwartet. Wichtig ist, das Motiv auf sich wirken zu lassen, und diese Emotionen in den Aufnahmen zu verankern. Dazu gehört, auch mal einige Schritte zur Seite, zurück oder nach vorne zu gehen. Auf diese Weise entdeckt man die bestmögliche Perspektive für seine Landschaftsaufnahmen.

Stativ nicht vergessen

Gerade dann, wenn die Sonne nicht mehr allzu hoch am Himmel steht, können längere Belichtungszeiten notwendig sein. Dann ist ein Stativ ohnehin Pflicht, da sonst die Gefahr besteht, dass die Fotos verwackeln. Aber auch sonst ist ein Stativ  eine große Hilfe, denn so hat man als Fotograf ausreichend Zeit und Gelegenheit, sich über die Gestaltung seines Bildes Gedanken zu machen und die Kamera richtig auszurichten. Nichts ist schlimmer als ein schiefer Horizont, wenn es aussieht, als ob das Meer zu einer Seite hin ausläuft.

 

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Schleswig-Holstein

Die Brennweite sorgsam auswählen

Es muss in der Landschaftsfotografie nicht immer das Weitwinkelobjektiv sein. Für eine Panoramaaufnahme ist es natürlich das Mittel der Wahl, ebenso wenn die Landschaft besonders weit wirken soll. Aber ist das Bild dann auch spannend? Manchmal ist es besser, sich auf das Hauptmotiv zu konzentrieren und einige Millimeter mehr Brennweite einzusetzen. Es sollte in jedem Fall nichts Überflüssiges im Bild sein. Und wenn es doch so ist, dann muss man entweder näher ans Motiv ran oder eine größere Brennweite wählen.

 

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Weserbergland

Gegenlicht nutzen

Fotografieren ist nichts anderes als malen mit Licht – dies gilt es, für sich zu nutzen. Gegenlicht kann zwar manchmal Probleme machen, es kann aber auch für interessante Lichteffekte sorgen. Mit dem Licht gilt es zu spielen und seiner Schaffenskraft freien Lauf zu lassen – der Wald, in dem einzelne Lichtstrahlen durch das Blätterdach fallen, ist ein bekanntes Beispiel.

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Schleswig-Holstein Himmelmoor

Wenn man die Möglichkeit hat, sollte man darauf achten, wie sich das Licht im Tagesverlauf ändert und Einfluss darauf nimmt, wie Landschaften wahrgenommen werden. In jedem Fall ist es besser, mit einer flach stehenden Sonne zu fotografieren, weil dadurch Hügel und Täler durch Licht und Schatten besser modelliert werden. Mit einer Aufnahme ist es meist nicht getan: Das Licht ändert sich im Bruchteil einer Sekunde – ratsam ist der Einsatz der Serienbildfunktion.

Die Kameraautomatik abschalten

Insbesondere flach einfallendes Licht oder das Licht in der Dämmerung kann die Automatik der Belichtungssteuerung oftmals nicht richtig einordnen. Automatiken an Kameras versuchen in der Regel, ein gleichmäßig belichtetes Bild zu erhalten. Wenn es aber nicht taghell ist, dann besteht die Gefahr, dass das Bild überbelichtet wird. Bei Gegenlicht oder dem angeführten Beispiel von Sonnenstrahlen im Wald besteht dagegen die Gefahr, dass Fotos unterbelichtet werden, weil der Belichtungsmesser von den hellen Bildteilen irritiert wird. Mit einer Belichtungsreihe ist man im Zweifelsfall auf der sicheren Seite.

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Der Harz, Brockenblick

Gerade bei Landschaftsaufnahmen verspricht ein Polarisationsfilter bessere Ergebnisse. Es eliminiert Streulicht und erzeugt damit klarere Farben sowie bessere Kontraste. Ein Polarisationsfilter kann natürlich nicht zaubern, aber gerade, wenn es etwas dunstig ist oder sich am Himmel weiße Wolken vom tiefen Himmelsblau abheben sollen, kann er doch kleine Wunder vollbringen. Er gehört zur Standardausrüstung eines Landschaftsfotografen.

RAW Format wählen

RAW bietet das Maximum an Bildinformationen. Noch ist es so, dass das RAW-Bildformat die erste Wahl ist. Aktuelle Kameras bieten vielfach die Option, Aufnahmen sowohl im JPEG– als auch RAW-Bildformat speichern zu können. Damit hält man sich alle Optionen offen. An Speicherkarten mit entsprechender Kapazität ist zu denken. RAW verhindert, dass es zu Abrissen in Farbverläufen kommt. Diese Gefahr besteht vor allem in Flächen mit sanften Farbverläufen, wie beispielsweise einem Himmel. Wenn die Kamera kein RAW unterstützt, dann sollte man die bestmögliche Qualitätsstufe wählen.

Fazit / Empfehlung

Es muss nicht immer die Fernreise sein, auch direkt vor der eigenen Haustür liegen sehenswerte Motive. Man muss diese nur entdecken und richtig in Szene setzen! Den Blick für diese Details im Alltag gilt es zu schulen. Vor Ort finden wir meistens alles, was ein gutes Landschaftsbild ausmacht. Natürlich kann Schleswig-Holstein nicht mit alpiner Bergwelt glänzen, dafür haben wir Nord – und Ostsee. Die Nordsee im übrigen auch als einer der größten Nationalparks in Deutschland. Unsere Landschaft ist zwar flach, das muss für die davon gemachten Bilder allerdings nicht gelten! Mit dem Harz haben wir die Berge zumindest für ein langes Wochenende in Reichweite.

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Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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