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Der Bayerische Wald, wem der Harz zu klein ist.

Der Bayerische Wald, wem der Harz zu klein ist.

Der Bayerische Wald war in diesem Jahr die letzte Station in unserem Sommerurlaub. Lag dieser Nationalpark doch ziemlich genau auf halben Weg von der Insel Pag in Kroatien zurück nach Quickborn in Schleswig Holstein. Tatsächlich haben wir dann sehr zentral in direkter Nähe zum Lusen in Waldhäuser eine Unterkunft gefunden.

Die Pension Salzsaeumer liegt zentral und doch ruhig in sehr schöner Umgebung. Die Lage ist perfekt, das Wirtsehepaar sehr freundlich und immer um das Wohlergehen der Gäste bemüht! Das Wetter hat dann auch noch mitgespielt, und so konnten wir noch einmal ausgiebig die Wanderstiefel beanspruchen.

Bayerischer Wald

Der Bayerische Wald ist ein etwa 100 km langes und bis 1456 m hohes Mittelgebirge an der Grenze zwischen Bayern und Tschechien. Der größte Teil davon liegt im Regierungsbezirk Niederbayern. Der Nordteil gehört zur Oberpfalz, im Süden reicht der Bayerische Wald bis zur Grenze Oberösterreichs.

Geologisch und geomorphologisch gehört er zum Böhmerwald dem höchsten Rumpfgebirge des Böhmischen Massivs und wird von diesem namentlich seit etwa 1830 unterschieden, als das Gebiet nach Einverleibung der Hochstifte Regensburg und Passau durchgehend bayerisch geworden war.

Bayerischer Wald Kartenübersicht

Entlang der tschechischen Grenze wurde das Gebirge zum Nationalpark Bayerischer Wald umgewidmet, dessen dichter Bewuchs sich langsam zu einem bodenständigen Urwald entwickelt. Die höchsten Berge im Bayerischen Waldes sind der Große Arber mit 1456 m und der große Rachel 1453m. Das Schutzgebiet weist mehrere Informationszentren und ein großes Netz an Wanderwegen aus. Jenseits der Grenze im größeren Nationalpark Böhmerwald setzt sich das Schutzgebiet fort. ( Quelle Wikipedia)

Bayrischer Wald, Landschaft rund um den Lusen

Im Bereich des „Inneren Bayerischen Waldes“ liegt zwischen Lusen und dem Großen Falkenstein der Nationalpark Bayerischer Wald, der erste Nationalpark Deutschlands. Er wurde 1970 vom Freistaat Bayern mit zunächst 130 km² gegründet und 1997 mit der Staatswaldregion zwischen Großem Rachel und Großem Falkenstein auf 240 km² erweitert.

Der Park umfasst einige Gebiete mit dichtem „Urwald“ , kleinen Seen und Regenmooren (die oft Hochmoor genannt werden) und reicht von etwa 700 m bis hinauf in die Hochlagen um 1450m.

Wanderwege

Wie nicht anders zu erwarten, ist das Wanderwege-Netz sehr dicht und in einem sehr guten Zustand. Für jeden ist hier etwas dabei: von der einfachen und technisch anspruchslosen Fotowanderung bis zur Bergtour mit alpinem Charakter und Kletterausrüstung ist die Spannweite enorm. Vieles ist im Sommer dann natürlich recht überlaufen.

Panorama Landschaft

Lusenblick im Bayrischen Wald

Bei der Fülle an Alternativen und der großen Ausdehnung des Gebietes findet sich allerdings auch im August immer eine “ruhige” und fast menschenleere Route. Natürlich sind die Klassiker wie z.B. der Lusen heutzutage im Alleingang wohl nicht mehr zu erwandern. Trotz der zum Teil vielen Menschen, die Natur ist absolut beeindruckend!

Rund um den Lusen

Waldhäuser ist der höchstgelegene Ort im Nationalpark Bayerischer Wald und der wichtigste Ausgangspunkt für die Wanderung über den Lusen. Seine Entstehung verdankt das aussichtsreiche Bergdorf am Lusen dem Salzhandel von Grafenau nach Böhmen auf der »gulden Straß« (goldene Straße). 1591 erhielten die Stadtväter von Grafenau von Herzog Wilhelm ein Darlehen von 1000 Gulden zur »Erhebung der uralten gulden Straß« und modernisierten den Handelsweg.

1609 gestatteten sie sieben Untertanen die Ansiedlung auf einer Rodungsinsel vor dem Lusen, um durchreisenden Handelsleuten Unterkunft zu gewähren. 1611 wurde das »Haus am Wald« eröffnet, 1637 gab es bereits sieben »Waldhäuser« an der letzten Raststation vor dem beschwerlichen Übergang nach Böhmen.

Rund um die Steinklamm

Bereits 1868 zählte der Geologe Carl Wilhelm von Gümbel die Steinklamm in Spiegelau zusammen mit der Buchberger Leite bei Freyung (“Tor zum Nationalpark Bayerwald”) zu den „sehenswürdigsten Naturmerkwürdigkeiten“ des Bayerischen Waldes in Bayern. Ihre Entstehung verdankt die eindrucksvolle Klamm dem Höhenunterschied in der Landschaft, den das Wasser hier auf kurze Distanz zu überwinden hat.

In der bis zu 100 m tiefen Schlucht zeugen die vielfältigen Erosionsformen wie Glättungen, Fliesrinnen und Kolke sowie die bis zu 2 m tiefen, aber meist sedimentgefüllten Strudellöcher von der formenden Kraft des Wassers, die hier am Ende der letzten Eiszeit mit den abfließenden Schmelzwässern einen Höhepunkt erreichte.

Panorama Landschaft

Blick vom Gipfel des Lusen

Nationalpark Bayerischer Wald

Der Nationalpark Bayerischer Wald ist der älteste Nationalpark Deutschlands. Typisch für den Bayerischen Wald sind unter anderem die natürlichen Fichtenwälder der Bergkämme und Hochplateaus, die durchsetzt sind mit typischen Bodenpflanzen wie Gebirgsfrauenfarn, Berg-Soldanelle, Heidelbeere, Reitgras und Hainsimse.

Charakteristisch sind auch die Hochmoore mit Rentierflechte, Moorbärlapp und fleischfressenden Pflanzen wie dem Sonnentau. Wichtig ist auch der – sich regenerierende – Bergmischwald, der seltenere Baumarten umfasst, so etwa Spitzahorn,Ulme, Linde, Esche und Eibe. 

In den Wäldern dominieren Moose und Farne. Auf Wiesen sind Pflanzen wie z.B. Arnika, Pechnelke, Glockenblume, Borstgras und Knabenkraut zu finden. Wiederum ganz eigene Vegetation wächst an den Bächen und Seen: Österreichische Gemswurz, Alpenmilchlattich, Eisenhut, Waldgeißbart und Bitteres Schaumkraut.

Panorama Landschaft

Abendstimmung im Bayrischen Wald in Waldhäuser

Typische Tiere für die Region sind Fischotter, Rothirsch, Wildschwein, Braunbär, Wildkatze, Wolf, Baummarder, Habichts- und Raufußkauz, Auer- und Haselhuhn. Bären gibt es in freier Wildbahn nicht mehr bzw. noch nicht wieder. Vereinzelte Wölfe durchstreifen das Gebiet aber schon seit Jahren immer wieder, bis sie weiterziehen.

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Fazit / Empfehlung

Wir werden sicherlich wiederkommen. Der Bayerische Wald  ist eine tolle Gegend, die viel zu bieten hat für Leute, die gerne draußen in der Natur sind. Alles, was man “Outdoor” so machen kann, ist hier möglich: Wandern, Klettern, Mountainbiking, was auch immer. Vor dieser fantastischen Natur-Kulisse macht einfach alles super viel Spaß! Ich kann nur jedem empfehlen, sich einmal selbst ein “Bild” von dieser beeindruckenden Landschaft zu machen. Das meine ich dann tatsächlich auch im Wortsinne. Denn auch für die Fotografen unter uns gibt es hier unzählige tolle, große und kleine Motive.

In den nächsten Monaten werde ich nach und nach die eine oder andere Wandertour – detailliert und mit Bildern versehen -veröffentlichen. Dafür habe ich in der Vergangenheit extra die Kategorie Wanderungen erstellt. Diese findet ihr im Menu unter Fototour / Wanderungen. Oder direkt hier. Vielleicht schaut der eine oder andere ja mal vorbei. Wer auf der Suche nach Ausflugszielen in der Natur in Deutschland ist, dem empfehle ich das Buch,” Deutschlands letzte Paradiese“*. Wer die Nationalparks in Deutschland besuchen möchte, findet mit “Deutschlands Landschaften fotografieren“* einen Tipp von mir.  Alle meine Buchempfehlungen findet ihr hier.

Mein Wanderrucksack, was ist drin?

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Letzte Aktualisierung am 10.08.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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