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Ausrüstung für Landschaftsfotografie, meine Empfehlungen.

Ausrüstung für Landschaftsfotografie, meine Empfehlungen.

Über die Jahre hat sich die Landschaftsfotografie neben der Makrofotografie zu meinem fotografischen Hauptbetätigungsfeld entwickelt. Nach und nach kommt immer neues Equipment dazu oder altes wird durch höherwertiges ersetzt. Zu Beginn reicht einfach die Kamera und ein Weitwinkelzoom und schon kann es losgehen. Nach einer gewissen Zeit entdeckt man viele tolle Bilder und stellt fest: ohne entsprechende technische Ausrüstung kann man die besten Motive nicht adäquat abbilden. Es kommt eben doch nicht nur auf den Blick und das Motiv an.

Gerade in der Landschaftsfotografie bedarf es für den gewissen “Bildeindruck” schon die entsprechende Technik. Zum Beispiel in Form eines Ultraweitwinkel Objektivs oder eines Graufilters. Ohne diese “Hilfsmittel” lässt sich der gewünschte Bildeindruck oder Bildlook einfach nicht realisieren. Meine Empfehlungen in diesem Artikel beziehen sich auf das Nikon FX Vollformat, welches ich selber benutze. Natürlich habe auch ich vor 10 Jahren mit einer Nikon D90 und 17-70mm Kit Objektiv angefangen. Meinen “technischen Werdegang” findet ihr hier.

Ausrüstung für die Landschaftsfotografie

Objektiv Weitwinkel

Hier ist für mich an erster Stelle ein gutes Ultraweitwinkel zu nennen. Ich selber benutze ein Tamron SP 15-30mm Weitwinkel Objektiv F/2.8 Di VC USD*. Einen Erfahrungsbericht findet ihr hier. Scharf bis in die Ränder, Blende 2.8 und wenn man mit dem Gewicht leben kann, ein sehr guter Allrounder für Landschaftsfotografen. Wer das erste Mal Bilder mit einem solchen Objektiv macht, wird verstehen, was für eine Wirkung von diesen Aufnahmen ausgeht! Natürlich gibt es auch Vergleichbares von Nikon in Form des AF-S NIKKOR 14–24 mm 1:2,8G ED*. Der Preis ist jedoch doppelt so hoch wie der des Tamron. Im Übrigen halte ich die optischen Leistungen beider Objektive für vergleichbar.

Tamron 15-30mm F/2,8

Allerdings braucht es auch einige Aufnahmen, um die Bildwirkung gekonnt in Szene zu setzen. Ohne einen prägnanten und scharfen Vordergrund geht hier gar nichts. Apropos Schärfe, die ist ebenfalls extrem wichtig beim Weitwinkel. Hier muss in der Regel von vorne bis hinten alles scharf sein, damit das Bild die gewünschte Wirkung entfaltet! Bei vielen Aufnahmen führt also kein Weg an einem Stativ vorbei.

Superweitwinkel haben von Haus aus eine hohe Schärfentiefe, was die Aufgabe wieder etwas vereinfacht. Natürlich ist der Stabilisator eine super Unterstützung, aber ein Stativ ist letztlich dadurch auch nicht zu ersetzen. Die Bildkomposition sollte sehr sorgfältig ausgeführt werden und den Betrachter ganz genau durch das Bild führen. Auch dabei hilft die Benutzung eines Stativs enorm.

Objektiv Standardzoom

Mittlere Brennweiten von 50-80mm sind super geeignet, um Details abzubilden und Motive formatfüllend darzustellen. Es gibt weniger Verzerrungen, und die Fotos wirken sehr realitätsnah und neutral. Meine Wahl ist in diesem Bereich nach der guten Erfahrung mit dem obigen Weitwinkel wieder auf ein Tamron gefallen.

Das Tamron SP 24-70mm f2.8 Di VC USD*, eigentlich ein Auslaufmodell aber viel gelobt, was die Abbildungsqualität und die Verarbeitung angeht. Durch die Vorstellung des Nachfolgers Tamron SP 24-70mm F/2.8 Di VC USD G2 sind die Gebrauchtpreise für das alte Modell erfreulicherweise gesunken und ich konnte eines günstig erstehen.

Tamron 24-70mm F/2,8

Der erste Eindruck ist sehr positiv: genau wie beim Weitwinkel scheint die Verarbeitung auch hier sehr hochwertig zu sein. Allerdings ist dieses Objektiv ist mit fast 900 g kein Leichtgewicht mehr. Aber Blende 2,8 ist natürlich auch hier der Gewichtstreiber. Der Autofokus macht einen ziemlich schnellen Eindruck und ist fast lautlos unterwegs. Nachdem ich einige Aufnahmen gemacht habe, werde ich die Informationen zur Abbildungsqualität nachliefern.

Objektiv Tele

Benötige ich in der Landschaftsfotografie am wenigsten. Aber zum Isolieren oder Komprimieren von weit entfernten Motiven eine absolute Hilfe. In der Regel sind die Objektive sehr schwer und unhandlich. Das Nikon D850, meine Einschätzung ist da die absolute Ausnahme und genau deswegen bei mir in der Fototasche gelandet. Lediglich  755 g wiegt das Nikkor 300mm 4 AF-S PF ED VR*, sensationell! Einen Erfahrungsbericht zum 300er findet ihr hier. Damit ist es so leicht wie mein ehemaliges Nikon 70-300mm Telezoom. Die Abbildungsleistung ist im Telebereich jedoch um Welten besser. Erreicht werden konnten die kompakten Außenmaße und das niedrige Gewicht durch den Einsatz einer speziellen Phasen-Fresnel-Linse.

Nikon 300mm F/4

Der Autofokus ist sehr schnell und leise, die Verarbeitung und Bedienung auf Top Niveau. Mit Blende 4,0 bleibt auf jeden Fall genügend Potential zum Freistellen. Das Bokeh ist sehr schön und weich. In Kombination mit dem Nikon Nikon TC-17E II wird daraus ein 6,0 /510mm, mit dem man immer noch aus der Hand arbeiten kann. Die Abbildungsleistung verschlechtert sich durch den Konverter auch nur marginal. Auch der Autofokus bleibt einsatzbereit und treffsicher. Der Preis tut allerdings schon etwas weh!

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Stativ 

Die Bedeutung eines vernünftigen Stativs wird immer wieder unterschätzt. Auch ich habe das Thema lange Jahre links liegen lassen. Seit die Landschafts – und Makrofotografie aber zu meiner Leidenschaft geworden ist, musste ich mich mit diesem Thema auch mal wieder auseinandersetzen. Beim Stativ geht es um 3 Punkte: Gewicht, Höhe und Stabilität. Zu Beginn war ich noch mit einem Cullmann Magnesit 525 Alu Stativ unterwegs.

Dieses habe ich gegen das Benro FGP 28C eingetauscht. Auf dieses folgte mitlerweile das Novoflex C2840. Aus genau den oben genannten drei Gründen. Die Möglichkeit der umklappbaren Mittelsäule habe ich überhaupt nicht benötigt, ganz im Gegenteil ist eine Mittelsäule für meine Art der Fotografie eher hinderlich. Meinen Erfahrungsbericht zum Benro Stativ findet ihr hier. Meine aktuellen Empfehlungen für ein stabiles Stativ findest Du hier.

Benro FGP 28C

Die Arbeit mit einem Stativ verlangsamt den gesamten Aufnahmeprozess. Das wirkt sich durchaus positiv auf Bildkomposition und Schärfe aus. Die Verwendung von Filtern wird erst durch Benutzung eines Statives möglich. Jeder sollte diese Art des Fotografierens einmal ausprobieren, man hat alle fotografischen Freiheiten. Starkes Abblenden ist ebenso problemlos möglich wie Fotografieren bei schlechtem Licht. Auf Reisen benutze ich allerdings das Sirui T-1204X, Carbon, was ohne Kopf lediglich 950 g wiegt und ein Packmaß von 41,5 cm besitzt. Seit 12/2018 ersetzt durch das Novoflex c2253. Meine Gründe für den Wechsel könnt ihr hier nachlesen. Meine aktuellen Empfehlungen für ein Reisestativ findest Du hier.

Stativkopf

Für das Benro / Novoflex habe ich mir den Feisol CB-50d Kugelkopf mit Wechselplatte 144750 gekauft. Bei noch moderatem Gewicht von 550 g sowie einer super Verarbeitung und Bedienung, hat der Kopf enorme Haltefähigkeiten. Meinen Erfahrungsbericht zum Feisol findet ihr hier.  Gerade bei Verwendung einer Langschiene oder meinem Intelli Shoot Macro Schlitten ist das enorm wichtig. Das Ganze zu einem mehr als fairen Preis und in Österreich produziert.

Feisol CB 50D Kugelkopf

Für mein Reisestativ verwende ich den Benro B1 Kugelkopf. Hier gibt es einen Erfahrungsbericht dazu. Warum ich meinen Sirui K20x mitlerweile ausgetauscht habe könnt ihr hier nachlesen. Auch der Benro B1hat ein hohes Haltevermögen, ist top verarbeitet und recht günstig. An das Haltevermögen des Feisol kommt dieser allerdings auch in der Praxis bei Weitem nicht heran!

Filterhalter /Graufilter / Polfilter

Ein großer Nachteil des Tamron Ultraweitwinkelzooms ist die gewölbte Frontlinse, welche die Montage von Schraubfiltern nicht zulässt. Man benötigt einen speziellen Filterhalter für dieses Objektiv. Damit wird der Brocken leider noch sperriger. Allerdings ist der Filterhalter von Haida super konstruiert und top verarbeitet. Zusätzlich gibt es passende Adapter z.B für mein 24-70mm mit 82mm Frontlinse, um ihn darauf zu montieren, praktisch! Meinen Artikel zur Technik der Filterfotografie findet ihr hier. Haida Filterhalter & ND Filter

Meine Artikel zur Fototechnik

Ich bin der Meinung, dass ein Satz Haida Graufilter 150, mit 8x, 64x und 1000x völlig ausreichen. Dazu würde ich unbedingt einen Haida Polfilter 150 empfehlen. Grauverlaufsfilter sind meiner Meinung nach nicht zwingend notwendig und lassen sich in der Regel z.B. in Lightroom nachträglich gut simulieren. Dazu gibt es aber deutlich andere Meinungen, die auch unbedingt mehrere verschiedene Grauverlaufsfilter empfehlen. Das sollte besser jeder für sich selbst ausprobieren.

Haida ND Filter

Der Graufilter sorgt dafür, dass weniger Licht in die Kamera trifft. Die Stärke wird in Blendenstufen angegeben. Ein Graufilter mit -1 schluckt also 1 Blende Licht. Wäre die richtige Belichtungszeit also 1/60, so benötigt ihr mit diesem Filter jetzt 1/30 für die korrekte Belichtung. Wozu ist das gut? Stellt Euch vor, Ihr möchtet einen Bach an einem sonnigen Tag fotografieren und zwar so, dass das Wasser fließend dargestellt wird. Hierfür benötigt Ihr eine Belichtungszeit von z.B. 1s. Ihr könnt das Objektiv jetzt natürlich bis Blende 22 abblenden und die ISO runterdrehen, aber damit kommt Ihr in bestimmten Situationen nicht zur gewünschten Zeit. Das ist ein klassischer Einsatz des Graufilters. Meinen Artikel Filterfotografie für Anfänger gibt es hier.

Fernauslöser

Ohne Fernauslöser geht es in der Landschaftsfotografie nicht. Zum einen lässt sich nur mit einem Fernauslöser der Bulb-Modus (hier wird so lange belichtet, wie man den Auslöser drückt) sinnvoll bedienen. Zum anderen spart man sich den unpraktischen Umweg über den Selbstauslöser. Schon die geringste Erschütterung der Kamera beeinträchtigt die Bildschärfe, selbst das bloße Drücken des Auslösers. Daher ist man mit einem Fernauslöser auf der sicheren Seite. Wie der Name schon sagt, kann man damit die Kamera auslösen, ohne diese direkt zu berühren.

Kabelfernauslöser

Fernauslöser gibt es kabelgebunden oder drahtlos. Die günstigen Noname Produkte sind in der Regel völlig ausreichend. Ich benutze einen einfachen Zubehör Kabelfernauslöser für Nikon, der völlig ausreichend ist.

Rucksack / Tasche

Meiner Meinung nach benötigt man keinen speziellen Kamerarucksack. Egal, was an Equipment mit muss, es sollte  in jedem Fall dafür gesorgt sein, dass  alles komfortabel und sicher getragen werden kann. Das kann man allerdings durchaus auch mit einem normalen Wanderrucksack, oder einer Tasche. Hier gibt es sicherlich nicht die Lösung und jeder sollte hier selbst entscheiden, wie er am besten zurecht kommt. Für die ganz große Tour / Wandertour nutze ich den Mindshift Ultra Light Dual 36l. Hier findet ihr einen Artikel dazu. Was ich immer im Wanderrucksack dabei habe, darüber findet ihr hier eine Artikel.

Mindshift Ultra Light Dual Kamerarucksack

Dies und Das

Reinigungs – und Schutzutensilien stehen für mich hier an erster Stelle. Diverse Mikrofasertücher und kleine Sprühfläschchen mit Wasser und Isopropanol habe ich meist dabei. Für die empfindlichen Graufilter verwende ich eine Nisi Filtertasche für 150er Filter. Für Kamera und Objektive verwende ich z.B. Einmalduschhauben als Regenschutz. Mein Artikel Schutz und Reinigung der Technik unterwegs findet ihr hier.

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Fazit / Empfehlung

Mittlerweile kommt schon einiges zusammen, wenn man unterwegs ist. Allerdings habe auch ich selten alles dabei. Mitunter langt auch nur die Kamera und das Weitwinkel. Meine Minimalausrüstung findest du hier. Letztendlich entscheidet immer noch der Fotograf über das Bild / Motiv und nicht die Technik. Grundsätzlich sind aber gerade hochwertige und lichtstarke Objektive sehr hilfreich, um eine bestimmte Bildwirkung zu erzielen. Der Bildeindruck eines Ultraweitwinkel ist immer wieder spektakulär und mit nichts vergleichbar. Auch Graufilter haben nach wie vor ihre Berechtigung und sind selbst mit digitaler Bildbearbeitungssoftware wie etwa Lightroom nicht zu ersetzen.

Natürlich ist für die meisten Landschaftsfotografen allein schon der Aufenthalt draußen in der Natur sehr wichtig, selbst wenn nicht immer das perfekte Foto gelingt. In der Regel gilt für mich: weniger ist mehr. Das Wenige sollte dann vielleicht möglichst hochwertig oder speziell sein. Das Standardzoom  vielleicht zu Hause lassen, dafür lieber die Festbrennweite Nikon 20mm f/1,8 mitnehmen. Weniger Gewicht aber mehr Bildwirkung! Meinen Erfahrungsbericht zum 20mm gibt es hier. Meinen Artikel 8 Tipps für bessere Landschaftsaufnahmen findet ihr hier.

Weitere Technik Erfahrungsberichte findet ihr hier

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Meine Landschaftsbilder findet ihr hier.

*Mit einem Stern gekennzeichnete Links sind externe Partner-Links (Affiliate Links). Ihr unterstützt mich, wenn ihr darüber bestellt. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten!  Vielen Dank!

Letzte Aktualisierung am 16.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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