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Fototipp, Folge 23: das Stativ muss mit!

Fototipp, Folge 23: das Stativ muss mit!

Für viele ist das Wort Stativ ja ein Reizwort. OK, wir alle wissen um den Sinn und Zweck dieses Fotozubehörs. Wenn wir ehrlich sind, versuchen wir uns möglichst oft davor zu drücken, das ungeliebte Stativ mitzunehmen. Deshalb geht es in meinem heutigen Fototipp genau darum.

Auch mir geht es natürlich ähnlich, immer wieder stehe ich vor der Entscheidung: Stativ einpacken oder nicht? Allerdings habe ich im Laufe der Jahre zum einen mein Stativ optimiert und zum anderen eingesehen, dass sich gewisse Fototechniken ohne Stativ einfach nicht vernünftig realisieren lassen! Dazu gehört unter anderem die Filterfotografie.

Fototipp, Folge 23

Das Stativ muss mit!

Tatsächlich gehört das Stativ zu der Zubehörgruppe, die nach der Kamera , Objektiven und Gegenlichtblende zu den ersten Anschaffungen gehören sollte. Vor allem dann, wenn man auch bei langen Belichtungszeiten Wert auf scharfe Bilder legt ( Filterfotografie) oder oft mit schweren Objektiven unterwegs ist. Es gibt Fotografen, die immer und überall mit einem Stativ arbeiten, selbst bei Aufnahmen mit kürzesten Verschlusszeiten und kleinen Blendenöffnungen.

Unbestritten ist allerdings, dass bei langen Belichtungszeiten bei Dämmerlicht, beim Einsatz extremer Teleobjektive, für Makrofotos mit wenigen Millimetern Tiefenschärfe oder z.B. Intervallaufnahmen einer sich öffnenden Blüte kein Weg an dem Einsatz eines Stativs vorbeigeht. Für unterwegs empfehle ich auf jeden fall ein leichtes und kompaktes Reisestativ. Meine Empfehlungen für ein Reisestativ findet ihr hier.

 

 

Wann sollte man ein Stativ benutzen?

Wann ein Stativ nötig ist, hängt von vielen Faktoren ab. Am wichtigsten ist dabei die Belichtungszeit in Zusammenhang mit der eingesetzten Brennweite. Je länger diese ist, desto kürzer sollte die Zeit sein, mit der man noch ohne Stativ arbeiten kann. Die Faustregel besagt, dass die Belichtungszeit (in Sekunden) nicht länger sein sollte, als der Kehrwert der kleinbildäquivalenten oder auch “gefühlten” Brennweite (in Millimeter). Wenn man eine “gefühlte” Brennweite von 50mm benutzt, sollte die Belichtungszeit folglich nicht länger als 1/50 Sekunde sein.

Falls man die so ermittelte Zeit an der Kamera nicht einstellen kann, wählt man die nächst kürzere Zeit. Das wäre in diesem Beispiel die 1/60. Wenn man hingegen ein Objektiv mit einer Brennweite von 200 mm benutzt, sollte man die längste vertretbare Zeit (1/200) nicht überschreiten (falls nicht verfügbar bitte 1/250 einstellen). Allerdings ist diese Faustregel nur ein grober Anhaltspunkt, und aus den verschiedensten Gründen kann das bei jedem auch etwas anders aussehen.

Ohne Stativ unmöglich!

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Was braucht man?

Das Standardstativ in der Fotografie ist das Dreibeinstativ,, das es in zahllosen Variationen bei allen Herstellern gibt. Jedes Stativ ist jeweils ein Kompromiss aus Gewicht, Stabilität und Preis, und so muss man immer bei mindestens einem der drei Faktoren Abstriche machen. Ein billiges Stativ ist selten sehr stabil und gleichzeitig leicht, ein sehr leichtes Stativ ist entweder teuer oder wenig stabil und ein sehr stabiles Stativ ist entweder schwer oder reißt ein großes Loch in den Geldbeutel.

Hier habe ich eine Artikel mit meinen Empfehlungen für ein stabiles Stativ veröffentlicht. Zusätzlich benötigt man in der Regel noch einen Stativkopf. Die meisten Fotografen entscheiden sich heute für einen sogenannten Kugelkopf. Im Videobereich findet man dagegen häufiger die 2 oder 3- Wege Neiger. Hier findet ihr meinen Artikel mit Empfehlungen für Kugelköpfe.

Worauf soll man achten?

Auf Stabilität, Größe, Gewicht und Handhabung sollte man auf jeden Fall ein Auge haben. Je nach Gewichtung, Nutzung als Reisestativ verändert sich die Reihenfolge der Punkte. Bei einem Reisestativ lautet die Reihenfolge für mich Gewicht, Größe, Stabilität, Handhabung  und Preis. Wie ich oben schon geschrieben habe, gibt es leider kein stabiles, leichtes Reisestativ für 50€. Also man muss sich immer entscheiden, welche Prioritäten man setzen will oder muss!

Ohne Stativ unmöglich!

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Wackeln und Vibration sind die Erzfeinde von hoher Bildschärfe. Wie jeder weiß, ist ein Stativ das geeignete Mittel gegen Verwacklungsunschärfen. Weniger bekannt ist das Problem der Vibration. Schon der hochklappende Spiegel einer Spiegelreflexkamera oder ein leichter Wind erzeugen Vibrationen, die bei der Verwendung sehr langer Teleobjektive oder bei extremen Nahaufnahmen als Unschärfe sichtbar werden. Deshalb kann man bei einigen Spiegelreflexkameras den Spiegel vor der Belichtung von Hand hochklappen.

Während der sichere Stand eines richtig dimensionierten Stativs Verwacklungen ausschließt, hilft gegen Vibrationen Masse, also Gewicht. Weil niemand gern große Gewichte mit sich schleppt, kommt es bei der Stativwahl auf die richtige Balance zwischen Masse (Schutz vor Vibrationen) und geringem Transportgewicht an. Damit auch bei superleichten Stativen die Masse erhöht werden kann, ohne das Transportgewicht zu belasten, gibt es den Ballastsack. Ein ebenso einfaches wie intelligentes Zubehör. Vor Ort wird er zwischen die Stativbeine gehängt und etwa mit einem schweren Stein befüllt.

Was verwende ich?

Ich selber benutze unterwegs, beim Wandern und auf Reisen zur Zeit ein Sirui 1204 Reisestativ aus Carbon mit einem Sirui K-20x Kugelkopf. Beides zusammen wiegt ca. 1,40 kg und erlaubt eine Arbeitshöhe von ungefähr 1,35 m. Zu Hause ist mein Arbeitsstativ ein Benro FGP28C auch aus Carbon mit einem Feisol CB 50 D Kugelkopf. Hier kommt man auf ca. 2 kg Gewicht und 1,65 m Arbeitshöhe. Beide Stative gehören in ihrer Klasse sicherlich zu den stabileren und gleichzeitig leichten Vertretern.

Fazit / Empfehlung

Nachdem mein Stativ lange Jahre bei mir im Keller eingestaubt ist, benutze ich es, seit ich die Makro – und Filterfotografie für mich entdeckt habe, ziemlich intensiv. Denn in diesen Bereichen ist das Stativ unverzichtbar. Zur Zeit ist mein kleines Sirui 1204 Reisestativ aus Carbon eigentlich immer dabei, wenn ich draußen unterwegs bin. Genauso meine ND Filter, mit dieser Kombination eröffnen sich völlig neue Fotomotive, welche das Stativ zwingend vorraussetzen!

Meine Wissen Artikel findet ihr hier.

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Letzte Aktualisierung am 16.07.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

Über den Autor

Mein Name ist Stefan Mohme, ich bin 56 Jahre alt, verheiratet und habe 3 Kinder. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf vor 10 Jahren aufgeben. Fotografieren hat mich schon immer interessiert. In meiner Galerie und auf meiner Portfolio Seite findet ihr einen Überblick meiner aktuellen Arbeiten. Ich hoffe, Euch gefällt das eine oder andere. Grundsätzlich sind alle Fotos verkäuflich sowohl als Digitaler Download als auch als Print bis A2, direkt über mich verfügbar. Schaut auch gerne in meinem Shop vorbei, vielleicht findet Ihr dort etwas passendes. Bei Interesse oder Sonderwünschen bitte gerne mailen.

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